Vierte Kita-Gruppe für St. Maria

Lesedauer: 4 Min
Der Kindergarten St. Maria soll ertüchtigt werden.
Der Kindergarten St. Maria soll ertüchtigt werden. (Foto: Tobias Rehm)

Sobald der Bedarf nach Kitaplätzen es erfordert, soll der katholische Kindergarten St. Maria in Ummendorf im bestehenden Gebäude eine vierte Gruppe einrichten. Der bürgerliche Gemeinderat stimmte diesem Wunsch der Kirchengemeinde zu und reservierte eine erste Rate von 30 000 Euro, um das Gebäude hierfür zu ertüchtigen.

Für die vierte Gruppe sollen inhaltlich die gleichen Vereinbarungen gelten wie bisher: Demnach beteiligt sich die bürgerliche Gemeinde sowohl an Investitionen als auch am Defizit im Betrieb; konkret übernimmt sie vier Fünftel der laufenden Kosten, soweit diese nicht durch Elternbeiträge und staatliche Zuschüsse gedeckt sind.

Wann genau die vierte Gruppe in St. Maria kommt, hängt von den Kinderzahlen ab. In laufenden Kindergartenjahr wohl nicht mehr, vermutet Bürgermeister Klaus B. Reichert, „im Moment bringen wir alle Kinder unter.“ Wenn die kommunalen Kitas jedoch voll werden, „kommt uns das zugute“. Zwar könnte die Kommune selbst ihr „Storchennest“ erweitern, jedoch auf Kosten des Gartens. Insofern sei eine vierte Gruppe in St. Maria „eine sehr, sehr gute Lösung“.

Reichert sagte mit Blick auf das Zusammenwirken von Kommune und Kirchengemeinde: „Wir wollen uns in gegenseitigem Einvernehmen die Bälle zuspielen.“ Denn zur Vorgeschichte gehört, dass die bürgerliche Gemeinde den katholischen Kindergarten in Fischbach in kommunale Trägerschaft übernimmt und dies für „ein bisschen Unruhe“ gesorgt habe. Wie berichtet, soll dies der Gemeinde einen flexibleren Personaleinsatz erlauben, mit gegenseitigen Urlaubs- und Krankheitsvertretungen zwischen Ummendorf und Fischbach; zumal in Fischbach ein Ganztagsbetrieb kommen soll und das Gebäude sowieso der Kommune gehört.

Ganze Seelsorgeeinheit im Blick

Zwar habe Pfarrer Jürgen Sauter schon vorher über eine vierte Gruppe im katholischen Kindergarten in Ummendorf nachgedacht, sagte Reichert. Nach dem jeweils einstimmigen Beschluss des Gemeinde- und des Fischbacher Ortschaftsrats erhielt dieser Wunsch jedoch neue Dringlichkeit: Denn die Kirche legt laut Reicherts Wiedergabe Wert darauf, dass es „auf Dauer vier Kindergartengruppen innerhalb der Seelsorgeeinheit Bischof Sproll“ gibt. Die Räte begrüßten das Vorhaben. Thomas Dörflinger konnte sich nicht so recht vorstellen, wie eine vierte Gruppe im bestehenden Gebäude untergebracht werden soll. Reichert sagte, er werde Pfarrer Sauter zu gegebener Zeit in eine Sitzung einladen; aber in dem Gebäude habe es früher schon mehr Gruppen gegeben.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen