Schüler pilgern auf dem Jakobsweg

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Schüler der Ummendorfer Umlachtalschule sind den Teil des Jakobswegs gegangen, der von Biberach durchs Wolfental führt.
Schüler der Ummendorfer Umlachtalschule sind den Teil des Jakobswegs gegangen, der von Biberach durchs Wolfental führt. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

„Füreinander einstehen – Halt geben“, unter diesem Motto haben sich 15 Schüler der Umlachtalschule Ummendorf aus den Klassen neun und zehn mit ihrem Ethiklehrer Christoph Keuchel, der Schulseelsorgerin Andrea Werner und der Jugendreferentin Rafaela Mack vom katholischen Jugendreferat/BDKJ mit der FSJlerin Tamara Forschner in Biberach in der Spitalkirche für eine Pilgertour getroffen. Nachdem jeder einen Stempel der Kirchengemeinde St. Martin in seinen Pilgerausweis bekommen hatte, konnte es losgehen. Die Schüler wanderten bei frostigen Temperaturen auf dem Jakobsweg durch das Wolfental.

In der Kirche in Reute war dann die nächste Pilgerstation. Dort machten sich die Schüler Gedanken über ihre Überzeugungen und wie weit jeder dafür gehen würde. Ein Schüler erzählte, dass er zur Polizei möchte, da er davon überzeugt ist, die Welt dadurch friedlicher machen zu können. Einige Schüler erzählten von ihrer Überzeugung als Fußballfan oder ihrem Jugendverein. Die nächste Station sollte den Schülern verdeutlichen, was es heißt, einander Halt zu geben. Dazu wurde eine Slackline im Wald aufgebaut. Die Schüler hatten die Möglichkeit darüber zu balancieren und dort wurde jedem klar, dass es alleine schwer zu schaffen ist, und den Halt zweier Mitschüler braucht.

Über Grodt und Muttensweiler kam die Pilgergruppe nach circa fünf Stunden in Steinhausen an. In der bekannten Dorfkirche bekamen sie eine Führung. Schließlich wurde das Pilgern mit einer gemeinsamen Abschlussrunde beendet. Die Schüler waren mit einem Segensband verbunden, von dem jeder ein Stück als Erinnerung mit nach Hause bekam. Ein Schüler erzählte, dass er die Gemeinschaft mit seinen Freunden genossen hat. Eine Schülerin betonte, dass sie mal Zeit hatte mit anderen Mitschülern zu reden, mit denen sie sonst keinen Kontakt hat. Der Pilgerausweis war zum Ende mit einigen Stempeln gefüllt und erinnert an einen gelungenen Tag mit vielen Gedankenanstößen, viel Natur bei sehr kühlen Temperaturen, vielen schönen Gesprächen und Gemeinschaftserlebnissen.

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