Reinhold Adler erhält Preis der Gesellschaft Oberschwaben

Lesedauer: 3 Min

Preisübergabe bei der Gesellschaft Oberschwaben: (von links) der für seine heimatgeschichtlichen Forschungen ausgezeichnete Umm
Preisübergabe bei der Gesellschaft Oberschwaben: (von links) der für seine heimatgeschichtlichen Forschungen ausgezeichnete Umm (Foto: Günther Gotthold Töpfer)
Schwäbische Zeitung

Reinhold Adler aus Ummendorf ist von der Gesellschaft Oberschwaben mit dem Preis für Heimatgeschichte ausgezeichnet worden. Damit würdigt sie die Forschungen des früheren Realschullehrers zur Wirtschaftsgeschichte Oberschwabens und besonders zu Minderheiten und Vertriebenen.

Überreicht wurde der Preis kürzlich beim Oberschwabentag, den die Gesellschaft Oberschwaben aus Anlass des Jubiläums 600 Jahre Konzil und der damit verbundenen Großen Landesausstellung in Konstanz veranstaltete. Die Laudatio auf den Preisträger hielt der frühere Biberacher Kreisarchivar Kurt Diemer, der Gründungsmitglied der Gesellschaft Oberschwaben ist. Diemer hat Reinhold Adler bei dessen Forschungen seit vielen Jahrzehnten begleitet und unterstützt.

Die besondere Aufmerksamkeit des früheren Realschullehrers Adler gelte der Wirtschaftsgeschichte Oberschwaben, sagte Diemer, der jüdischen Vergangenheit des Oberlandes und hier besonders von Bad Buchau und schließlich den Internierten, Deportierten, Zwangsarbeitern, Heimatvertriebenen und Flüchtlingen im Raum Biberach in der NS- und Nachkriegszeit. Diemer würdigte die Forschungsleistungen Adlers abseits von ausgetretenen Pfaden und zu Minderheiten in der regionalen Geschichte. Diemer bemerkte als Schriftleiter der „Heimatkundlichen Blätter für den Kreis Biberach“ nicht ohne Stolz, dass vier der bisher fünf Träger des Preises der Gesellschaft Oberschwaben für Heimatgeschichte der Autorenschaft dieser Zeitschrift entstammten.

Der Geschäftsführer der Gesellschaft Oberschwaben, Edwin Ernst Weber, überreichte Reinhold Adler eine Urkunde und das Preisgeld. Er betonte, dass die für das Lebenswerk vergebene Auszeichnung keinesfalls einen Abschluss von dessen Forschungsleistungen markieren solle. Vielemehr möge der Preis Adler zu weiteren Quellenstudien und Veröffentlichungen zur regionalen Geschichte animieren, wünschte sich Weber. Mit dem Preis für Heimatgeschichte fördert die Gesellschaft Oberschwaben die verdienstvolle Tätigkeit von Regionalhistorikern, die ohne fachlich-akademischen Hintergrund wichtige Beiträge zur Erforschung oder Vermittlung der Geschichte Oberschwabens leisten.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen