Praktisches Sitzmöbel und zugleich Werbefläche fürs Mitmachen im Maibaumteam 2019

Lesedauer: 3 Min
 Freuen sich, dass der Ummendorfer Maibaum 2018 in Form dieser Sitzbank dauerhaft Nutzen spendet – und alle daran erinnert, dass
Freuen sich, dass der Ummendorfer Maibaum 2018 in Form dieser Sitzbank dauerhaft Nutzen spendet – und alle daran erinnert, dass es auch 2019 wieder viele helfende Hände zum Fertigen eines Maien braucht: (von links) Sonnia und Wolfgang Baur und Christian Kuhn. (Foto: Markus Dreher)

Groß war die Freude, dass es dieses Jahr wieder einen Maibaum gegeben hat – und jetzt dürfen sich die Ummendorfer sogar noch auf eine schöne Sitzbank freuen, die aus dem abgebauten Maien gefertigt wurde.

Ein oberschwäbischer Ort, der was auf sich hält, ohne Maibaum? Eigentlich kaum vorstellbar, und auch in Ummendorf wurde die Tradition über all die Jahre durch wechselnde Vereine hochgehalten. Doch obwohl die Auflösung der zuletzt in dieser Sache engagierten Kolpingfamilie länger vorher festgestanden hatte, geschah 2017 das Unsagbare: Niemand sprang in die Bresche. Die Folge, oh Schreck: kein Maibaum nirgends in Ummendorf. Das sorgte für Diskussionen, „man müsste ...“ hieß es allerorten. Wolfgang Baur beließ es nicht dabei und beschloss: „Ich leiere das an und will, dass möglichst viele mitmachen.“

So fanden sich dieses Jahr durch Mund-zu-Mundpropaganda 30 Leute, die es ohne Vereinsstrukturen anpackten: In gemeinschaftlicher Arbeit fällten sie im Wald den von der Gemeinde überlassenen Baum, trafen sich im katholischen Gemeindehaus zum Räppeln und Kranzen und ließen sich nicht einmal von einer abgebrochenen Spitze aus dem Konzept bringen. Kurzum, sie statteten Ummendorf 2018 wieder mit einem stolzen Maibaum aus, erfuhren dafür im Ort und beim SZ-Maibaumwettbewerb Anerkennung und stellten bei alldem fest: „Das gemeinsame Arbeiten ist nett und lustig“, sagt Sonnia Baur. Vom Feschtle beim Maibaumstellen ganz zu schweigen.

Mit von der Partie war Christian Kuhn, der 2017 beim Anblick des kahlen Maibaumstandorts gesagt hatte: „Eine Katastrophe!“ Als der Mai ins Land gegangen war, kam ihm als Schreiner noch eine besondere Rolle zu: aus dem Holz etwas Sinnvolles, möglichst Gemeinnütziges zu machen. Außer Brennholz schuf er eine Balancierstange für den Kindergarten und eine Sitzbank. Die Gemeinde als Eigentümerin des Baums will diese wohl zunächst am Badesee aufstellen. Eine willkommene Gelegenheit, sich niederzulassen, und nebenbei eine optimale Werbefläche: Kuhn hat in die Lehne extra den Schriftzug „Maibaum 2018“ gefräst und damit laden er und das Ehepaar Baur jetzt schon alle ein, am Maibaum 2019 mitzuwerkeln: „Jeder kann Ideen einbringen. Und die Kinder einfach mitbringen.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen