Heiraten im Ummendorfer Schloss wird teurer

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 Weil das Schloss eine beliebte Lokalität für Hochzeiten ist, veranstaltet die Gemeinde auch Hochzeitsmessen. Die Anmietung der
Weil das Schloss eine beliebte Lokalität für Hochzeiten ist, veranstaltet die Gemeinde auch Hochzeitsmessen. Die Anmietung der schönen Räume wird für Brautleute aber künftig teurer. (Foto: Fotografie www.deinaugenblick.de)

Der Ummendorfer Rat hat eine neue Benutzungs- und Gebührenordnung für die Hallen, Räume und Sportstätten der Gemeinde beschlossen. Ziel war es nach den Worten der Ordnungsamtsleiterin Simone Herr, die separaten Regelwerke für Fischbach und Ummendorf zusammenzuführen und zu vereinfachen. Das bedeutet aber keine komplette inhaltliche Vereinheitlichung. Für die Halle Fischbach bleibt die Bewirtungsgesellschaft erhalten.

Von Interesse über die Gemeindegrenzen hinaus dürfte der Gebührenkatalog fürs Ummendorfer Schloss sein, das für Hochzeiten und Feste beliebt ist; die Vermietung dieser Landesimmobilie liegt in den Händen der Gemeinde. Nicht alle, aber einige Gebührensätze steigen, für eine Trauung im großen Saal zum Beispiel von 340 auf 400 Euro. Auf Antrag von Franz-Josef Burrichter werden die bei Hochzeiten anscheinend immer beliebter werdenden Kameradrohnen über dem Schlossgarten aus Sicherheitsgründen verboten.

Externe Nutzer zahlen auch für die Ummendorfer Gemeindehalle mehr: Die Grundgebühr steigt von 400 auf 500 Euro, andere Sätze werden ebenfalls höher. Dies betrifft wohlgemerkt externe Mieter. Der Übungsbetrieb örtlicher Vereine bleibt umsonst und auch für Sonderveranstaltungen zahlen örtliche Vereine weiter ermäßigte Gebühren, die größtenteils konstant bleiben. Die Voraussetzungen für Ermäßigungen wurden etwas verschärft, Hobbykurse wie Kochen und Töpfern zum Beispiel sind nicht mehr vergünstigt; Ausnahmen kann der Rat per Einzelfallentscheidung zulassen.

Künftig kein Rabatt für politische Parteien mehr

Auf Antrag von Johannes Lutz müssen Parteien künftig den vollen Satz zahlen; es sei nicht einzusehen, warum die Gemeinde diese über die staatliche Parteienfinanzierung hinaus subventionieren solle, argumentierte Lutz und fand Gehör.

Simone Herr betonte, dass auch nach der Erhöhung die Gebühren bei Weitem nicht kostendeckend seien. Thomas Dörflinger sprach sich dennoch gegen die Erhöhung aus, da Ummendorf mit den bisher 400 Euro bereits einsamer Spitzenreiter in der Umgebung sei. „Wir haben eine tolle Halle und die Frage ist, ob wir sie zugänglich machen wollen oder nicht“, sagte Dörflinger. Ein Antrag von Hans Sailer, es bei 400 Euro zu belassen, fand jedoch keine Mehrheit.

Bürgermeister Klaus B. Reichert verwies auf die Kosten des Neubaus der Ummendorfer Halle und darauf, dass die Zahl der Großveranstaltungen dort aus Lärmschutzgründen begrenzt sei; das Kontingent werde durch örtliche Vereine ausgeschöpft. Für andere Interessenten könne die Gemeinde das Schloss oder die Halle Fischbach anbieten. Bei einer Gegenstimme von Dörflinger beschloss der Rat die neue Benutzungsordnung.

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