Fachleute der Bundeswehr geben Auskunft

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Die Bürgerversammlung beginnt am Freitag, 28. September, um 19 Uhr in der Gemeindehalle Ummendorf. Die Bundeswehr bietet obendrein an, bald danach interessierten Bürgern die Besichtigung des Instandsetzungszentrums 12 der Luftwaffe zu ermöglichen – „im Rahmen des Möglichen bei laufendem Betrieb“, sagt der Kommandeur, Oberstleutnant Michael Friedlein.

Der Bundestagsabgeordnete Martin Gerster (SPD) hat sich auf Bitten der Gemeinde als Informationsmakler zwischen dem Rathaus und der Verteidigungsbürokratie engagiert und darauf gedrungen, die Bevölkerung zu informieren. „Ich sehe da in erster Linie das Bundesverteidigungsministerium und die Bundeswehr in der Pflicht“, sagt Gerster. „Es ist eine Galvanikanlage der Luftwaffe und nicht der Gemeinde.“ Dass die Gemeinde jetzt ein Forum hierfür schaffe, „begrüße ich sehr, halte es aber auch für überfällig“. Denn dass die Anlage immer mal wieder im Gemeinderat erwähnt wurde, „heißt nicht, dass jeder in Ummendorf es weiß“. Eine aktive Informationspolitik hält er für das beste Mittel gegen unbegründete Ängste.

Das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr sagt dazu, über den Bau und die spätere Modernisierung der Galvanikanlage sei das Regierungspräsidium vorschriftsgemäß informiert worden; eine öffentliche Auslegung von Planunterlagen, wie sie bei einem Gewerbegebiet erforderlich wäre, sei „bei Baumaßnahmen innerhalb einer Bundeswehrliegenschaft“ mit Bestandsschutz laut Gesetz „nicht vorgesehen“.

Bürgermeister Klaus B. Reichert nahm die Auskünfte betreffend den Sprinkler zum Anlass für die Versammlung. Wichtig war ihm, dass Fachleute auf dem Podium sitzen. Viele Fragen könnten nur sie beantworten, „ich bin Diplom-Verwaltungswirt und kein Chemiker“. Experten herzubekommen, habe Zeit gebraucht.

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