Elf Nachwuchstalente zeigen ihr Können

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 Im Anschluss an das Konzert wurden die Musiker in Ummendorf mit Preisen belohnt.
Im Anschluss an das Konzert wurden die Musiker in Ummendorf mit Preisen belohnt. (Foto: Günter Vogel)
Günter Vogel

Elf junge Musiker zwischen neun und 19 Jahren haben in Ummendorf ihr instrumentales Können mit Musik vom Barock bis zur Neuzeit gezeigt und erhielten dafür Preisgelder aus der Bruno-Frey-Stiftung.

Die Jüngsten eröffneten den Abend mit der Gitarre. Vom barocken Antonio Brescianello, Hofkapellmeister am Württembergischen Hof in Stuttgart, spielte Nico Hohl (Klasse Katharina Godolt) ein Menuett. Dem folgten von Cees Hartog „Guajiras,“ einer Form des Flamenco, sowie von Germano Cavazolli die „Romanze vom Wind“. Nico erhielt einen Preis von 200 Euro. Der junge Gitarrist Luis Petermann (Klasse Alen Vukic) gefiel mit zwei Stücken von Leo Brouwer, „Ein Tag im November“ sowie einer Etüde. Dann folgte „Numen“ von Andrew York. Luis spielte mit schön abgesetzten Phrasierungen und erhielt dafür 300 Euro.

Die Geigerin Alina Klotz (Klasse Günther Luderer), Konzertmeisterin des Jugendsinfonie-Orchesters, zeigte als nächstes ihr Können mit dem Allegro moderato des Violinkonzertes g-moll von Max Bruch. Alina Klotz, am Klavier begleitet von ihrem Vater Ralf Klotz, glänzte dabei mit vielfältigen Doppelgriffen, Trillern und Tremoli. Nach einem Stück von Vivaldi folgte die wohl bekannteste Komposition des Amerikaners William Kroll „Banjo and Fiddle“. Alina Klotz erhielt 800 Euro.

Die Bratschistin Anne Simonis (Klasse Luderer), Stimmführerin Viola des Jugendsinfonie-Orchesters, hörte man mit dem Andante aus der „Elegie für Viola und Klavier op 30“ des Belgiers Henri Vieuxtemps, voller Drama und Leidenschaft, ebenso wie der „Galopp“ aus einer Suite für Viola und Orchester von Ralph Vaughan Williams. Anne Simonis, am Klavier begleitet von Anita Bender, erhielt 700 Euro.

Spaß und Herausforderung

Dann das erste Ensemble. Die Geigerin Sarah Becherle (Klasse Günther Luderer), der Cellist Tobias Ding (Klasse Mario De Secondi) und Nicola Hauchler am Klavier (Klasse Anita Bender) spielten aus Clara Schumanns Klaviertrio das Allegro moderato mit feiner Streicherkantilene und brillantem Klaviersatz. Von Rodion Schtschedrin folgte ein musikalischer Spaß: „Spielen wir eine Oper von Rossini“, eröffnet von einem Rezitativ aus Mozarts „Figaro.“ Dann jedoch unverkennbar Rossinische Tempi mit rasenden Sechzehnteln und hohen Anforderungen an die Musiker, die zusammen 1200 Euro bekamen.

Tobias Klessinger (Klasse Mario De Secondi), Stimmführer Cello des Jugendsinfonie-Orchesters, spielte das Allegro aus dem Konzert für Cello und Orchester von Antonin Dvorak, ließ die lyrischen Bögen aufblühen. Anita Bender begleitete am Klavier. Tobias Klessinger erhielt 1000 Euro.

Das Konzert beschloss das zweite Ensemble des Abends: Der Geiger Joshua Fetscher (Klasse Luderer), der Cellist Nicolaus Schönball (Klasse De Secondi) und die Pianistin Malina Geiselmann (Klasse Bender) spielten zuerst das Allegro aus dem Klaviertrio c-moll op 66 von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Und dann noch der Argentinier Astor Piazolla mit „La Muerte del Angel“ mit harten Akkorden, Staccati und fetzigen Rhythmen. Die Musiker erhielten zusammen 1500 Euro.

Eine fünfköpfige Jury unter der Leitung von Peter Marx hatte direkt nach dem Konzert die Verteilung der Geldpreise beschlossen, auch als Anerkennung für die Leistungen im gesamten Schuljahr.

Kulturdezernent Jörg Riedlbauer stellte in seinem Grußwort die langjährigen Erfolge in der musikalischen Bildung heraus. Viele der ehemaligen Schüler haben nach dem Abitur ihr Studium an einer Musikhochschule weitergeführt und wurden erfolgreiche Musiker.

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