Ausstellung: römische Spuren in Ummendorf

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Ein Plan der Funde aus der Römerzeit.
Ein Plan der Funde aus der Römerzeit. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Eine Ausstellung im Ummendorfer Schloss zeigt die Funde von römischen Spuren im Ort. Im Winterhalbjahr 1880/81 sind unter der Leitung des Unteressendorfer Kaplans Konrad Miller an der Schweinhauser Straße in Ummendorf drei römische Gebäude ausgegraben worden: das Hauptgebäude mit bis zu drei Meter hohen Mauern und einer funktionierenden Fußbodenheizung, ein Nebengebäude, das später als Bad am Hang gedeutet wurde, sowie ein größeres Bad in der Ebene.

1960 entdeckte der Biberacher Max Zengerle in der nahe gelegenen Kiesgrube Grundmauern eines römischen Ziegelbrennofen. Im Jahr 1997 zeigten Luftaufnahmen Grundrisse von einem kleinen römischen Tempel vor dem Hauptgebäude. Die Gebäude deuteten auf einen römischen Gutshof. In der Ausstellung im Schloss wird ein Modelle der Gebäude gezeigt, sowie Geschirr, Grabbeilagen, Kinderspielzeug und römische Werkzeuge. Ebenfalls zu sehen sind das Schema einer römischen Fußbodenheizung, Ausschnitte von einem Dachaufbau, Fotos von Wandbemalungen und zahlreiche Ziegelbruchstücke. Das zu den besterhaltenen Gebäuden in Baden-Württemberg zählende Hauptgebäude des römischen Gutshofs zeigt neben einer aufwändigen Ausstattung auch architektonische und technische Details. Der Ummendorfer Hans Hutzel hat die diversen Exponate zusammengetragen und somit die Ausstellung ermöglicht. Foto: Privat

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