350 Besucher feiern Einweihung der Ummendorfer Grablege

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Die Vorsitzende des Fördervereins Kreuzberg Christa Hiller ehrte Architekt Siegfried Locher (von links) und Bauleiter Alois Lern
Die Vorsitzende des Fördervereins Kreuzberg Christa Hiller ehrte Architekt Siegfried Locher (von links) und Bauleiter Alois Lerner für ihre Arbeit. Die Messe zelebrierte Pfarrer Jürgen Sauter (rechts). (Foto: Josef Aßfalg)
Josef Aßfalg

Die Katholische Kirchengemeinde Ummendorf hat am Sonntag auf dem Kreuzberg das alljährliche Fest der Kreuzerhöhung gefeiert. Am Ende des Gottesdienstes ist die neue Grotte mit der Grablege Christus geweiht worden. Rund 350 Gläubige kamen zum Gottesdienst auf den Kreuzberg.

Pfarrer Jürgen Sauter zelebrierte die Messfeier und weihte danach die neue Grotte mit der Grablege Jesu ein. Jürgen Sauter dankte dem Förderverein Kreuzberg und allen, die sich für den Kreuzberg engagiert haben. Der Katholische Kirchenchor unter der Leitung von Aline Ehrig-Metz und das Blasorchester des Musikvereins Ummendorf mit Jasmin Zimmer umrahmten den Gottesdienst musikalisch. „Ihr habt der Feier eine würdige Note gegeben“, lobte Jürgen Sauter die beiden Ensembles.

„Vor 15 Jahren wurde der Förderverein Kreuzberg gegründet, um den Kreuzberg wiederzubeleben und ihn zu dem zu machen, was er einmal war“, resümierte Christa Hiller, Vorsitzende des Fördervereins Kreuzberg. Ihr Dank galt den Gründungsmitgliedern und ihren Vorgängern Ignaz Zachay und Franz Hörnle. 220 Mitglieder und viele freiwillige Helfer und Spender hätten den Verein dabei unterstützt. Ihren besonderen Dank sprach sie Architekt Siegfried Locher und dem ehrenamtlichen Bauleiter Alois Lerner aus. „Für Ihre meisterhafte Arbeit, Ausdauer und Geduld“, überreichte sie ihnen das Buch „Kleine Kostbarkeiten – Auf Entdeckungsreise durch den Landkreis Biberach“ von Herbert Arbter. Der Uttenweiler Arbter habe den Kreuzberg in Ummendorf entdeckt, als Kostbarkeit empfunden und in sein Buch mit aufgenommen, so Hiller. Der Autor Arbter war anwesend und hat die Bücher signiert.

Architekt Siegfried Locher interpretierte seine Gedanken zum Bau der Grotte mit Grablege als Station 15. „Bei der 14. Station des Kreuzwegs, Jesus wird vom Kreuz genommen, hört der Kreuzweg ja nicht auf“, sagte Locher. Mit der Grablege Jesus werde der Kreis jetzt geschlossen. Der Grundriss der Grotte ist konisch und das Bogengewölbe aus Nagelfluh wird getragen von einer Betonschale. „Es entstand eine ganz zurückgenommene, moderne Felsengrotte mit Blick aus der Tiefe zum Himmel“, erklärte der Architekt. „Alois Lerner hat mit viel Geschick und großem Können die Umsetzung des Vorhabens ermöglicht“, lobte Locher.

Bänke reichten kaum aus

Nach dem Gottesdienst lud die Fördervereinsvorsitzende Hiller zum geselligen Beisammensein vor dem Aufgang zum Kreuzberg ein. Die Musikkapelle Ummendorf gab ein Platzkonzert und der Pfarrgemeinderat sorgte mit dem Förderverein Kreuzberg für das leibliche Wohl. Welche Bedeutung der Kreuzberg für die Ummendorfer und Menschen aus der Umgebung hat, zeigte die Besucherzahl. Die kurz vor Beginn des Gottesdienstes zusätzlich aufgestellten Bänke reichten nicht aus und einige Gläubige nahmen im Stehen an der Messe teil. „Rund 350 Personen dürften es wohl gewesen sein“, schätzte Christa Hiller.

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