Tannheimerinnen fordern Veränderung in der Kirche

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 In Tannheim machten zahlreiche Frauen darauf aufmerksam, dass sich ohne Frauen in der Kirche wenig bewegen würde.
In Tannheim machten zahlreiche Frauen darauf aufmerksam, dass sich ohne Frauen in der Kirche wenig bewegen würde. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Inspiriert durch die bundesweite Aktion „Maria 2.0“ haben in der katholischen Kirche engagierte Tannheimer Frauen am Vorabend zu Pfingsten gezeigt, dass sich ohne Frauen in der Kirche wenig bewegen würde. Mit einem eindrucksvollen Statement wurde der Hintergrund der Aktion erläutert – die Missbrauchsskandale, das Festhalten am Pflichtzölibat und die andauernde Ausgrenzung von Frauen aus Weiheämtern in der Kirche.

Es wurde darauf hingewiesen, dass sich die Enttäuschung vieler Gläubiger über veraltete Strukturen in der sinkenden Zahl der Gottesdienstbesucher und steigender Kirchenaustritte spiegelt, teilen die Verantwortliche mit. Es müsse sich etwas ändern, bevor die Kirchen ganz leer blieben. So viele Frauen, auch in Tannheim, seien in der katholischen Kirche engagiert und das meistens ehrenamtlich.

Bei Gottesdiensten würden sie nur dann eingesetzt werden, wenn Not „am Mann“ sei. Frauen könnten viele Ämter in der Kirche übernehmen, dürfen es aber nicht, heißt es in der Mitteilung weiter. Warum? Sind Frauen vor Gott etwa weniger wert als Männer? Ist das von Gott wirklich so gewollt?

Mit dieser Aktion der Tannheimer Frauen, die sich am Ende des Gottesdienstes im Altarraum versammelten, wurde nach Angaben der Verantwortlichen ein Zeichen dafür gesetzt, „dass ohne die Dienste der Frauen die katholische Kirche nicht existieren kann“.

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