Tannheim startet mit Rathaussanierung nach der Kommunalwahl

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 Der Platz vor dem Rathaus ist bereits saniert. Im kommenden Jahr sollen die Bauarbeiten an dem Gebäude starten.
Der Platz vor dem Rathaus ist bereits saniert. Im kommenden Jahr sollen die Bauarbeiten an dem Gebäude starten. (Foto: Archiv: Daniel Häfele)

Es ist ein Großprojekt, das Verwaltung und Gemeinderat immer wieder fordert: die Sanierung des Tannheimer Rathauses. In dieser Woche hat sich das Gremium erneut mit diesem Themenkomplex beschäftigt. Planung des Bürgerbüros, Auslagerung von Akten und die Arbeitsplatzkonzeption – es geht bei dem Projekt weit mehr als „nur“ um ein schöneres Erscheinungsbild des Gebäudes in der Ortsmitte.

„Wir haben die Teppichböden und die Fliesen herausgesucht“, sagt Bürgermeister Thomas Wonhas auf SZ-Nachfrage. Die Sanierung der Rathauses werde nun ziemlich konkret. Moderner, heller und transparenter sollen die neuen Räume sein. In der Sitzung stellte Architekt Thomas Sick das teilweise neue Raumkonzept vor. So findet sich das Bürgerbüro künftig am Eingang auf der linken Seite wieder. Dafür muss das Steueramt in den rechten Gebäudeflügel umziehen, wo ebenfalls die Kämmerei mit Gemeindekasse unterkommt. Das Bürgermeisterbüro bleibt wie bisher im ersten Stock, was auch für den Sitzungssaal und das Behinderten-WC gilt. Die erste Etage kann über einen Aufzug erreicht werden. „Der Auszug des Notariats hat uns die Neuordnung der Räume ermöglicht“, erläutert der Bürgermeister.

Los gehen soll es mit den Arbeiten Anfang Juni, wie der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung entschieden hat. Hintergrund ist, dass am 26. Mai die Kommunal- und Europawahlen stattfinden. Hätten die Bauarbeiten eher begonnen, hätte ein Wahllokal möglicherweise im Dorfgemeinschaftshaus eingerichtet und die Stimmen in einem Container ausgezählt werden müssen. Aus Gründen der Praktikabilität habe man sich deshalb für den Startschuss im Juni entschieden, erläutert Wonhas. Die Container, in denen die Verwaltung dann vorübergehend arbeiten wird, sollen wie ursprünglich anvisiert im April kommenden Jahres kommen.

Da es bereits für die Mitarbeiter in den Containern etwas eng werden dürfte, braucht das Gemeindearchiv ein anderes Ausweichquartier. Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag zu, die Akten im Einvernehmen mit der Schulleitung in zwei Räumen der Grundschule unterzubringen. Den Umzug nimmt die Verwaltung auch zum Anlass, die Bestände des Archivs grob zu sichten. Bis Ende Januar 2019 sollen nicht mehr benötigte Akten aussortiert werden, so Wonhas. Das Kreisarchiv sei hierbei mit ein zu binden.

Bei der Sanierung geht es aber nicht nur um das Erscheinungsbild der Verwaltung. „In naher Zukunft steht im Rathaus ein Generationenwechsel an“, sagt Wonhas. Deshalb müsse die Verwaltung auch in Sachen Funktionalität, Arbeitsabläufen, Aktenablage und Organisation zukunftsfähig gemacht werden. Hierbei soll die Firma Held der Verwaltung beratend zur Seite stehen. Auch mit der Frage nach der Möblierung der Büros beschäftigt sich die Firma. Mittelfristig könnte zudem die Einführung eines digitalen Rathausinformationssystems ein Thema werden. Übrigens: Auch in der nächsten Sitzung des Gremiums am 22. Oktober wir das Rathauswieder Thema sein. Dann geht es um die Elektro- und Sanitärarbeiten.

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