SVT verpasst DM-Halbfinale knapp

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 Der SV Tannheim (hier Lena Mertz) zeigte vollen Einsatz und erreichte den fünften Platz bei der DM-Premiere im niedersächsische
Der SV Tannheim (hier Lena Mertz) zeigte vollen Einsatz und erreichte den fünften Platz bei der DM-Premiere im niedersächsischen Moslesfehn. (Foto: Petra Den Dulk/DFBL)
Schwäbische Zeitung

Die Platzierungen bei der Hallen-DM der Frauen in Moslesfehn:

1. TSV Calw, 2. VfL Kellinghusen, 3. TV Brettorf, 4. SV Moslesfehn, 5. SV Tannheim und TSV Dennach

Mit Platz fünf im Gepäck sind die Faustballerinnen des SV Tannheim von ihrer Premiere bei der Hallen-DM aus Moslesfehn (Niedersachsen) zurückgekehrt. Den Einzug ins Halbfinale verpassten sie nur knapp. Den Titel holte sich der TSV Calw.

Voller Vorfreude auf das Abenteuer deutsche Meisterschaft reisten die Tannheimerinnen mit treuen Fans in den hohen Norden. Im ersten Spiel gegen den Südmeister TSV Calw startete der SVT nervös. Die Folge: recht viele eigene Fehler. Es gelang den Tannheimerinnen nicht, genügend Druck aufzubauen. Die ersten beiden Sätze gingen mit 5:11 und 2:11 deutlich an den späteren deutschen Meister. Erst im dritten Durchgang fand der SVT richtig ins Spiel und konnte ab und zu punkten. Dennoch gewannen die schlagkräftigen Calwerinnen auch diesen Satz mit 11:6 und damit das Spiel.

Matchbälle bleiben ungenutzt

In einer kurzen Pause sammelten die SVT-Frauen neue Kräfte und legten auch ihre Nervosität ab. Dazu trug auch bei, dass der zweite Gegner, der VfL Kellinghusen, ein unbekannter Kontrahent war. Die Tannheimer spielten befreiter auf. Die mitgereisten Fans unterstützten das Team lautstark mit Trommeln, sodass der SVT richtig in Fahrt kam und sich den ersten Satz mit 11:9 sicherte. Auch im zweiten Durchgang führte Tannheim schnell mit 5:2, doch Kellinghusen kam zurück und setzte sich letztlich mit 11:9 durch. Der dritte Satz entwickelte sich zu einer Zitterpartie. Nach einem 1:4-Rückstand glichen die Tannheimerinnen zum 6:6 aus und hatten beim 10:7 drei Satzbälle. Diese konnten sie jedoch nicht verwerten. Erst beim Stand von 13:12 schlugen sie zu und gewannen Satz drei mit 14:12. Der Traum vom Halbfinale war damit zum Greifen nahe. Die Tannheimerinnen führten im vierten Satz mit 7:4, dann kam jedoch Kellinghusen nach einer Auszeit gestärkt zurück und glich zum 8:8 aus. Tannheim hatte den ersten Matchball beim 11:10. Kellinghusen glich wieder aus und holte sich Satz vier mit 13:11. Das Marathonmatch ging somit in den entscheidenden fünften Satz. Nach mittlerweile 1,5 Stunden Spielzeit versuchte Tannheim nun nochmals alle Kräfte zu mobilisieren. Zum Seitenwechsel führte der SVT mit 6:4. Die langen Ballwechsel hinterließen allerdings Spuren und Kellinghusen drehte den Satz zum 7:6. Danach gewann Tannheim erneut die Oberhand und erarbeitete sich beim 10:8 die nächsten Matchbälle, konnte diese allerdings wieder nicht nutzen. Die letzten zwei Zähler machte Kellinghusen zum 12:10. Der VfL zerstörte damit Tannheims Träume vom Halbfinale.

Dennoch war die DM-Premiere für den SV Tannheim ein unvergessliches Erlebnis. „Es war ein riesiger Erfolg, an dieser Meisterschaft teilzunehmen“, bilanzierte Spielführerin Klara Mahle. „Ich bin stolz auf mein Team, dass wir uns im zweiten Spiel gegen den späteren Vizemeister spielerisch so gut präsentiert haben.“

Die Platzierungen bei der Hallen-DM der Frauen in Moslesfehn:

1. TSV Calw, 2. VfL Kellinghusen, 3. TV Brettorf, 4. SV Moslesfehn, 5. SV Tannheim und TSV Dennach

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