Noble Karossen und eine Himmelsstürmerin

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Bei den „Allgäu Classics“ in Tannheim haben die Oldtimer die Blicke auf sich gezogen.
Bei den „Allgäu Classics“ in Tannheim haben die Oldtimer die Blicke auf sich gezogen. (Foto: franz kustermann)

Sie klang ein wenig wie ein Tornado beim Start. Eine Propellermaschine mit einem 450 PS starken Neun-Zylinder-Motor, der sich mitten auf der Schnauze des sechssitzigen Flugzeuges befindet, war der Stargast bei den „Allgäu Classics“ auf dem Tannheimer Flugplatz. Bei den Classics handelt es sich um ein Treffen von Oldtimer-Autos. Bei ihrer Fahrt durch die Region hatten die Teilnehmer auch Tannheim angesteuert. Die Liebhaber nobler Karossen kamen aus ganz Deutschland.

Bei der Propellermaschine handelte es sich um einen im Jahr 2016 angefertigten Nachbau der legendären Junkers F 13. Flugkapitän Kurt Waldmeier aus dem Schweizer Dübendorf musste sich vor dem spektakulären Start von oben her in das Cockpit schwingen: Die Kabine der 2,5 Millionen teuren Maschine hat keine Türe. Das Original wurde 1919 gebaut. Der Nachbau ist noch ein Einzelstück, in den nächsten Jahren sollen zwei weitere Maschinen gebaut werden.

Während die F 13 ihre Kreise zog, begutachtete der Memminger Heinrich Nordhart mit seiner Frau die Autos der Allgäu Classics. Ihn begeisterte der schwarze „Mercedes 540 K Cabrio C“ von 1937. 5,4 Liter Hubraum und satte 120 PS verstaut er unter seiner Haube. „Ich würde den auch nicht verkaufen“, sagte Nordhart, als er hörte, dass man dem Besitzer bereits 1,5 Millionen Euro geboten habe. Der Mercedes ist bei weitem nicht der einzige Oldtimer, der bewundernde Blicke auf sich zieht: Da ist beispielsweise auch der rote Alfa Romeo von 1928, mit dem der Memminger Josef Wucher zu den Classics gekommen ist. Der „Sound“ des Fahrzeugs ist nicht ganz so laut wie jener der F13, aber nicht weniger markant.

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