Für das Gräfliche Archiv zeichnet sich eine Lösung ab

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Wegen der anstehenden Rathaussanierung muss sich die Gemeinde Tannheim nicht nur Gedanken machen, wo die Rathaus-Akten zwischengelagert werden, sondern auch, was während der ein Jahr dauernden Sanierung mit dem Archiv des Grafen von Schaesberg passiert (SZ berichtete). Eine Lösung zeichnet sich nun mit dem Kreisarchiv in Biberach ab – möglicherweise gar eine längerfristige, wie Bürgermeister Thomas Wonhas diese Woche im Gemeinderat berichtete.

In einem Kellerraum des Tannheimer Rathauses sind seit vielen Jahren die historischen Unterlagen des Grafen von Schaesberg untergebracht: Sechs laufende Meter Bände (circa 150 Stück), 71 Kartonboxen sowie mehrere Pläne und Kartenrollen aus der Zeit vor 1803. Zurückzuführen ist die Aufbewahrung in Tannheim auf einen Vertrag aus dem Jahr 1976 zwischen der Gemeinde und Heinrich Graf von Schaesberg. Da das historisch wertvolle Material gewisse Anforderungen an Temperatur und Luftfeuchtigkeit bei der Aufbewahrung stellt, hat Bürgermeister Thomas Wonhas Kontakt mit dem Kreisarchiv aufgenommen, um eine vorrübergehende Lösung für die Zeit der Rathaussanierung zu finden.

Nachdem dort Bereitschaft hierfür signalisiert worden ist, kam der Gedanke auf, ob das Archiv nicht dauerhaft in der Kreisstadt aufbewahrt werden kann, erklärt Wonhas im SZ-Gespräch – was der Gemeinderat begrüßt und befürwortet hat. Das Kreisarchiv stehe deswegen mit dem Gräflichen Haus in Mönchengladbach in Kontakt, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. „Uns ist wichtig, dass das Archiv in der Region bleibt“, betont Wonhas. So hätten die Heimatforscher in der Region, zumeist Ehrenamtliche, nach wie vor kurze Wege zum Archiv. Im Kreisarchiv sei zudem eine fachgerechte Unterbringung und eine fachlich kompetente Betreuung gewährleistet.

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