Bauarbeiten der Bahn dauern bis Oktober

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Bahnreisende müssen in Tannheim länger als zunächst vorgesehen auf den Bus umsteigen.
Bahnreisende müssen in Tannheim länger als zunächst vorgesehen auf den Bus umsteigen. (Foto: Tobias Rehm)
Schwäbische Zeitung

Die Bauarbeiten zur Elektrifizierung der Bahnstrecke München – Lindau laufen im Abschnitt zwischen Buchloe und Leutkirch seit dem 23. März. Bis zum Ende der Sommerferien Anfang September hätten die Arbeiten eigentlich abgeschlossen sein sollen. Doch nun teilt die Bahn mit, dass die Bahnstrecke voraussichtlich bis zum 15. Oktober gesperrt ist. Bahnreisende müssen also weitere fünf Wochen auf den Bus ausweichen, den die Bahn als Schienenersatzverkehr anbietet.

Die Ausbau- und Elektrifizierungsarbeiten in den Streckenabschnitten Buchloe – Mindelheim und Sontheim – Memmingen – Leutkirch dauern länger als geplant. Als Grund nennt die Deutsche Bahn besonders die „umfangreichen und komplexen Teilbaumaßnahmen rund um den Bahnhof Türkheim mit Weichenumbauten, Bahnsteigneubau und der Errichtung einer Unterführung sowie die zahlreichen Maßnahmen rund um Memmingen“.

Ein Bahnsprecher wird in der Pressemitteilung mit den Worten zitiert: „Es hat sich nun leider bestätigt, dass dieses ambitionierte Ziel aufgrund der hohen Auslastung der am Projekt ABS 48 Beteiligten und Auftragnehmer nicht mehr realisierbar ist.“

Mit einer Erweiterung des noch bis 15. Oktober bestehenden Schienenersatzverkehrs Mindelheim – Sontheim auf die Abschnitte Buchloe – Mindelheim und Sontheim – Memmingen – Leutkirch können alle Hauptbauarbeiten in diesen Abschnitten im Wesentlichen abgeschlossen werden, teilt die Bahn mit. Ein anwohnerfreundliches Bauen ohne Lärmbelästigungen in den Nachtstunden könne damit weiterhin sichergestellt werden.

Busfahrplan bleibt gleich

Die Busse des Schienenersatzverkehres fahren deshalb im gesamten Abschnitt Buchloe – Leutkirch im eingespielten Fahrplan bis zum 15. Oktober. Bahnreisende können auch weiterhin ohne Aufpreis die Züge von Memmingen über Kempten nach Buchloe beziehungsweise München sowie in der Gegenrichtung nutzen. Die Änderungen werden nach Angaben der Deutschen Bahn in den nächsten Tagen in die Fahrplanauskünfte im Internet und an den Fahrkartenautomaten eingearbeitet.

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