4500 Besucher sehen Tannheimer Umzug

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Ein närrisches Wochenende mit der „Entmachtung“ des Bürgermeisters Thomas Wohnhas und einem tollen Fasnetsumzug hat am Wochenende in Tannheim auf dem Programm gestanden. Rund 4500 Besucher verfolgten den Zug der Narren durch die Straßen.

Den Auftakt zum Fasnetswochenende bildeten am Freitag die „Entmachtung“ des Bürgermeisters und die Übergabe der Rathausschlüssel von Thomas Wohnhas an die Daaschora Weibla.

Trotzdem verfolgte der Schultes das diesjährige närrische Treiben mit. Als Bauarbeiter getarnt saß er beim Umzug am Samstag auf dem Sprecherwagen, von dem aus die Zunftmeisterin Klara Schlecht zusammen mit ihrem langjährigen Faschingskollegen „Moser“ (Michael Weinmann) mit viel Witz und Humor die einzelnen Gruppen vorstellten.

 Mit Tempo waren die Hästräger beim Narrensprung in Tannheim mit von der Partie.
Mit Tempo waren die Hästräger beim Narrensprung in Tannheim mit von der Partie. (Foto: Ferdinand Leinecker)

Vor diesem Narrensprung waren am Samstag bei der Narrenmesse die Töne leiser. Die Guggamusik Isny und der Zunftchor begleiteten bei der Verabschiedung von Pater Xaver die Messe musikalisch. Nicht vergessen werde er den Satz von Pater Xaver, „Jeder Tag ohne ein Lachen ist ein verlorener Tag, berichtete der Bürgermeister.

Auch der neue Pater Johannes war mit dabei, er wird in Zukunft die Narrenmesse halten. „Mit Pater Gordon haben drei Geistliche bei dieser Narrenmesse mitgewirkt und gleich im Anschluss haben wir sehr viel Lob und Anerkennung für eine wunderbare Narrenmesse erhalten“, sagte Zunftmeisterin Klara Schlecht.

Zünfte aus der ganzen Region vertreten

Nach der Messe und dem Warm up startete vor rund 4500 Besuchern und herrlichem Wetter der Narrensprung in Tannheim. Schön war es zu sehen, dass wie auch beim Narrensprung in Erolzheim neben den bekannten Zünften aus unserem Landkreis auch viele aus dem Memminger Raum, dem Allgäu und der Bodensee Region mit dabei waren. „No it hudla-Ofanudla“, „D’Gaus isch weg – jetzt hoscht dr Dreck“, „Ohu“ und viele bekannte Narrenrufe von den hiesigen Zünften erklangen.

Aber wer kennt „Buck de – du Luader“, „Was well mer? Dreckla well mer“ oder der Narrenruf der Zunft Schetterhaufen, Unterkammlach „Nicht wirklich – aber hauptsächlich scho“.

Nicht nur die 50 Narrenzünfte, auch die vielen Besucher hatten ihre Freude, bei diesem herrlichen Wetter und mit den tollen Zünften in Tannheim. Deshalb sah man auf dem Sprecherwagen nur lachende, freudige Gesichter, angeführt von der Zunftmeisterin Klara Schlecht bis hin zum Bauarbeiter Thomas Wohnhas.

Statt viel Konfetti wurden Bonbons und andere Gaben an die Zuschauer verteilt. Nicht nur als Zuschauer, auch bei den Umzugsteilnehmern waren viele Kinder zu sehen, die teils sogar im Kinderwagen von ihren Eltern geschoben wurden. Um den Nachwuchs scheinen sich die Narren nicht sorgen zu müssen.

Nach über zwei Stunden endete dieser Umzug durch Tannheim, doch die Party ging noch lange weiter in verschiedenen Locations.

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