Sie scheiden aus dem Gemeinderat aus (v.l.): Joachim Bader, Herbert Zell, Margit Wanner, Bettina Schiele, Josef Kienle, Armin G
Sie scheiden aus dem Gemeinderat aus (v.l.): Joachim Bader, Herbert Zell, Margit Wanner, Bettina Schiele, Josef Kienle, Armin Göringer. Ganz rechts steht Bürgermeister Leonhard Heine (Foto: Gemeinde Steinhausen)
Schwäbische Zeitung

Zeit für den Wechsel: Bürgermeister Leonhard Heine hat diese Woche die ausscheidenden Gemeinderäte verabschiedet und ihnen seinen Dank für ihre Arbeit ausgesprochen. Zuvor gab er einen kleinen Rückblick auf das, was der alte Gemeinderat in seiner Zeit erreicht hat.

Vieles hat der bisherige Gemeinderat in den vergangenen fünf Jahren auf den Weg gebracht. Die Liste der Projekte, die Heine aufzählte, war lang. Wahrscheinlich mit das wichtigste Projekt: die Erweiterung und Sanierung des Kindergartens Zauberstein in Steinhausen. Wichtig für alle Bürger ist aber sicher auch der derzeit noch laufende Ausbau der Ehrensberger Straße und Oberstetter Straße in Steinhausen. Eine Herausforderung war es, neue Bauplätze zu schaffen. Dies ist gelungen mit der Ausweisung des Baugebiets Weidenhalde und mit dem Grunderwerb für ein weiteres Baugebiet in Bellamont. Außerdem konnten Baulücken an der Füramooser Straße in Bellamont geschlossen werden. Ein weiterer wichtiger Punkt, um die Gemeinde voranzubringen: die Aufstellung des Feuerwehrbedarfsplanes und die Entscheidung, ein zentrales Feuerwehrgebäude für die Gemeindefeuerwehr neu zu bauen. Heine nannte noch einige weitere Punkte wie die Einrichtung der Gemeinschaftsunterkunft in Rottum sowie der Ausbau des Breitbandnetzes. „Viele Beratungen waren hierzu nötig, manche Entscheidungen sehr schwierig. Für die eine oder andere Entscheidung musste auch Kritik eingesteckt werden, überwiegend unberechtigt“, fasste Heine zusammen.

Er bedankte sich bei allen Gemeinderäten für die „überaus gute und harmonische Zusammenarbeit“ und den Einsatz zur Weiterentwicklung der Gemeinde. Die stetige Zunahme der Einwohnerzahlen zeige, dass die Gemeinde für die Zukunft gut aufgestellt sei.

Sechs Gemeinderäte haben das Gremium nun verlassen. Joachim Bader und Armin Göringer haben dem Gemeinderat seit 2014 angehört. Armin Göringer war in dieser Zeit auch Vertreter im Gemeinsamen Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Ochsenhausen. Joachim Bader gehörte dem beratenden Ausschuss „Feuerwehrgebäudeneubau“ an. Bettina Schiele und Margit Wanner wurden beide 2009 in den Gemeinderat gewählt. „Mit viel Engagement haben Sie die Arbeit dieses Gremiums bereichert“, sagte Heine. Beide waren auch jeweils fünf Jahre stellvertretende Ortsvorsteherin in Bellamont beziehungsweise Rottum.

Herbert Zell gehörte dem Gemeinderat von 1999 bis 2004 und von 2009 bis 2019 an. Mit Engagement habe er sich für die Gemeindeentwicklung im Einklang mit der Landwirtschaft eingesetzt. Josef Kienle gehörte dem Gemeinderat seit 1989 an. Von 1999 bis 2019 war er außerdem erster stellvertretender Bürgermeister, fünf Jahre zuvor zweiter Stellvertreter. „Mit viel Leidenschaft setzte er sich für die Verbesserung der Infrastruktur ein und dies stets im Einklang mit der Landwirtschaft“, fasste Heine zusammen. „Ihm war die gleichmäßige Entwicklung aller Ortsteile ein großes Anliegen. In 30 Jahren fallen rund 400 Gemeinderatssitzungen an. Eine großartige Leistung und dies neben seiner anderen ehrenamtlichen Tätigkeit in Vereinen. Sein Sachverstand und seine Fähigkeit zur Kompromissfindung wird fehlen.“ Als kleine Anerkennung für ihre große Leistung überreichte Bürgermeister Leonhard Heine den Ausscheidenden ein kleines Geschenk.

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