Zwischen Container (links) und Altbau (im Hintergrund) wird im Freien fleißig gespielt.
Zwischen Container (links) und Altbau (im Hintergrund) wird im Freien fleißig gespielt. (Foto: SZ- Katrin Bölstler)
Schwäbische Zeitung

Auf der Baustelle des Kindergartens Steinhausen an der Rottum herrscht derzeit geschäftiges Treiben. Der Altbau ist größtenteils entkernt, die Arbeiten am Dach laufen. Der Altbau wird grundlegend saniert, die Wände und das Dach neu gedämmt, die Fenster ausgetauscht und eine neue Fußbodenheizung installiert. Seit wenigen Wochen stehen zudem mehrere Container auf dem Gelände, eine der drei Kindergartengruppen ist dort momentan untergebracht. „Das klappt ganz gut, wir sind aber auch froh, wenn alles fertig ist“, sagt Erzieherin Anika Grimm.

Die Kinder scheinen die Umbauarbeiten nicht zu stören. Während nebenan die Bagger rollen, schaufeln die Kinder im Sandkasten selbst große Löcher und bauen aus Sand, Steinen und Ästen kleine Fantasiehäuser.

Der Umbau des Kindergartens ist ein Großprojekt für die Gemeinde, in das sie viel Geld investiert. Rund 1,2 Millionen Euro hat der Neubau gekostet, der im vergangenen Jahr fertiggestellt wurde. In die energetische Sanierung des Altbaus investiert Steinhausen weitere 1,1 Millionen Euro. Und während es für den Neubau rund 35 Prozent Zuschüsse gab, trägt die Gemeinde die Kosten für die Sanierung des Altbaus alleine.

Nötig war diese Sanierung geworden aufgrund des energetischen Zustands des Gebäudes. Der Bau stammt aus dem Jahr 1978. Eine Überprüfung der Energieagentur Biberach ergab einen überdurchschnittlich hohen Energieverbrauch. „Das war für uns der Anlass, zu reagieren“, erinnert sich Bürgermeister Leonhard Heine. Zudem hatten die Erzieherinnen immer wieder den Wunsch nach mehr Platz geäußert. Künftig stehen für die drei Kindergartengruppen drei Gruppenräume, zwei Nebenräume, ein Werkraum und ein Kunstatelier zur Verfügung. In dem Neubau ist die geplante Krippe untergebracht sowie eine moderne Küche und ein Essensraum. Wie die Kinder künftig verpflegt werden, ist noch offen. Momentan essen im Schnitt täglich zehn Kinder in der Einrichtung, alle bringen ihr Essen jedoch mit. Die Erzieherinnen erwärmen es dann vor Ort. Je nachdem, wie viele Kinder in Zukunft im Kindergarten mittags essen, könnte ein Caterer das Essen anliefern oder die Erzieherinnen könnten in der Einrichtung selbst kochen. „Das hängt unter anderem davon ab, wie viele Kinder die Krippe besuchen“, erklärt Heine.

Momentan hat die Gemeinde für die künftige Krippe noch keine große Werbung gemacht, auch Plätze wurden noch keine vergeben. Das soll erst geschehen, wenn klar ist, wann genau der Umbau abgeschlossen sein wird. „Es gibt jedoch Eltern, die uns gegenüber geäußert haben, dass sie sich das vorstellen könnten“, sagt Erzieherin Anika Grimm.Das Ziel der Gemeinde ist es, mit dem Umbau im Herbst fertig zu sein. Und auch erst dann wird klar sein, wie die Gruppen sich künftig zusammensetzen. Momentan gibt es eine Kleinkindgruppe mit Zwei- und Dreijährigen sowie zwei weitere Kindergartengruppen mit älteren Kindern.

Die Gemeinde hat vor Kurzem die Eltern nach ihren Wünschen befragt. „Es zeichnet sich ab, dass manche Eltern, die zum Beispiel nach Biberach pendeln, sich frühere Öffnungszeiten wünschen“, sagt Heine. Momentan öffnet der Kindergarten um 7.30Uhr.

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