Gott ehren kann man überall - auch auf dem Fußballplatz.
Gott ehren kann man überall - auch auf dem Fußballplatz. (Foto: Ferdinand Leinecker)
Ferdinand Leinecker

Echte Fußballfans stört ein bisschen Regen nicht. Weder beim Kicken noch beim Gottesdienst. Das hat sich am Sonntag gezeigt. Die Seelsorgeeinheit St. Benedikt Ochsenhausen veranstaltet zurzeit Sommerabend-Gottesdienst an besonderen Orten – dieses Mal auf dem Steinhauser Fußballplatz.

„Fußball ist eine Freiluftsportart, egal ob es regnet oder schneit, also feiern wir diesen Fußballgottesdienst auch im Freien“, sagte Gemeindereferent Robert Gerner zu Beginn. Die große Tribüne war voll besetzt und ein Mitglied vom Sportverein Steinhausen meinte: „Bei einem Fußballspiel habe ich noch nie so viele Menschen gesehen und das auch noch bei diesem schlechten Wetter“.

Die Besucher waren im Trockenen und die Zelte beschützten auch die Mitwirkenden bei dieser Veranstaltung vor der größten Nässe. Der Gemeindereferent führte die Gäste mit viel Humor durch den Gottesdienst. Dabei fand er immer wieder den roten Faden vom Fußball zur Kirche und zu Gott. „Ja, wir waren alle einmal Papst und wir waren auch Fußballweltmeister 2014“, scherzte er. Mario Götze sei damals der Held gewesen, er schoss das Tor in Brasilien und auf einmal fühlte sich ganz Deutschland als Weltmeister. Dieses Jahr sei Mario Götze nicht mehr dabei gewesen, so schnell könne die Situation und die Stimmung sich ändern. Sowohl im Glauben als auch im Fußball. So sei es auch bei Jesus gewesen, erst „Hosianna, Hosianna“, dann kreuzigten sie ihn.

Es sei wichtig, dass Toleranz und Nächstenliebe wieder mehr Stellenwert bekämen. Egal, welcher Religion man angehöre. Begeistert zeigten sich viele Besucher von den weiteren, für einen Gottesdienst ungewöhnlichen Programmpunkten. Ob Ball jonglieren, das Verteilen von Fußballutensilien mit den richtigen Worte dazu, oder Torwand schießen, alles fügte sich gut in diesen besonderen Gottesdienst ein. Pfarrvikar John Joseph Mundolicka sah man seinen Spaß trotz dieses Wetters an, immer war ein Lächeln in seinem Gesicht zu sehen. Das merkten auch die Besucher und waren von diesem Gottesdienst begeistert. Ein älterer Gast meinte: „Trotz Regen war diese Veranstaltung etwas Besonderes, kurzweilig, einfach nur schön, hoffentlich wird so etwas öfters veranstaltet, dann wäre die Kirche voll, es mus ja nicht immer Fußball sein, es gibt noch viele andere Themen“.

Den Abschluss dieses gelungenen Sommerabend-Gottesdienstes bildeten Hunderte von Luftballons, die von den vielen anwesenden Kinder in den Himmel geschickt wurden.

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