Weishaupt-Azubis beweisen Unternehmersinn

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Ein Gruppenbild mit den Gewinner-Azubis, dem Geschäftsführer und des Personalleiters
Der Unternehmer Siegfried Weishaupt (links) und Personalleiter Dirk Rachota (rechts) freuen sich über den Erfolg der Auszubildenden Jasmin Eiferle, Michael Wieland, Lisa Laubheimer, Yannick Grimm und Sina Schmid (von links) beim Unternehmensplanspiel „playbizz“. (Foto: Bernd Baur)
Bernd Baur

Ein Team von Auszubildenden der Schwendier Max Weishaupt GmbH hat den Sieg bei der Bundesendrunde 2019 des Unternehmensplanspiels „playbizz“ errungen. Die fünf Auszubildenden erwiesen sich nicht nur in der Vor- und Landesendrunde als gewiefte „Manager“. Auch beim zweitägigen Bundesfinale in Bleibach bei Freiburg gelang es ihnen mit ihren Entscheidungen, ein fiktives Unternehmen gewinnorientiert am Markt zu leiten und weiterzuentwickeln.

Der „playbizz“-Planspielwettbewerb wird von den Bildungswerken der Wirtschaft in Deutschland seit über 30 Jahren veranstaltet. Ziel des Spiels ist es, mit einem Betrieb im Wettbewerb mit anderen Teams zu bestehen und möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften. Dabei werden mehrere Runden gespielt; der nun zu Ende gegangene Wettbewerb hatte im November 2018 begonnen.

Im Weishaupt-Team gingen Jasmin Eiferle, Sina Schmid, Lisa Laubheimer und Yannick Grimm, Industriekaufleute im ersten und zweiten Lehrjahr, sowie der Masterstudent Michael Wieland (Bachelor of Engineering, Elektrotechnik) an den Start.

Insgesamt 24 überwiegend mittelständische Unternehmen in Baden-Württemberg hatten für die erste Spielrunde ein Team gemeldet. In vier Spielgruppen aufgeteilt, traten die Teams gegeneinander an. Dabei ging der erste Durchgang als Fernplanspielrunde über die Bühne. Die Teams konnten ihre Entscheidungen per Mail an die Spielleitung übermitteln, am Computer wurde dann ausgewertet.

Alle Teams starteten unter den gleichen Voraussetzungen. Als verantwortliche „Manager“ mussten die Teammitglieder ein fiktives Unternehmen, das innovative E-Bikes herstellt, innerhalb von vier Geschäftsjahren nach vorne bringen. Wettbewerbssituationen analysieren, Risiken abwägen, auf sich verändernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen reagieren und wichtige Entscheidungen in den Bereichen Personal, Produktion und Vertrieb treffen: In Teamarbeit musste diese Aufgabenstellung so gemeistert werden, dass ein möglichst hoher Gewinn erwirtschaftet wird.

Gruppensieger

Im Vergleich mit den anderen Teams in der Gruppe gelang dies dem Weishaupt-Team am besten. Als Gruppensieger qualifizierten sich die Schwendier für die zweitägige Landesendrunde in Steinheim/Murr. Dort wurden sie mit einer neuen Aufgabenstellung konfrontiert. Entscheidungen auf die lange Bank zu schieben, war nicht möglich. Schnelles Analysieren war gefragt, betriebliche Planungs- und Entscheidungsprozesse auf der Basis vorhandener Kennzahlen sollten das Reißbrett-Unternehmen in die Gewinnzone befördern. Wiederum hatte das Weishaupt-Team hier den Dreh am besten raus, es konnte sich gegen drei andere Gruppen durchsetzen und den Titel des Landessiegers Baden-Württemberg 2019 erspielen.

Damit aber nicht genug: Auch in der Bundesendrunde vergangene Woche kam niemand an Team Weishaupt vorbei. Erneut wurde ein Spielszenarium zur Herausforderung. Nach zwei Tagen strukturierter Teamarbeit, logischem Denken und der Entwicklung von Vermarktungsstrategien für Produkte (mit dem Augenmerk auf Qualität) hatte man sich einen Vorsprung erarbeitet. Lohn der Mühen war der Titel Bundessieger 2019 im Unternehmensplanspiel „playbizz“. Außer dem Titel brachte das Weishaupt-Team einen Wanderpokal mit nach Schwendi. Dort gratulierten Unternehmer Siegfried Weishaupt und Personalleiter Dirk Rachota den Gewinnern.

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