Wegen Corona: Zwei-Stunden-Mountainbike-Rennen in Orsenhausen entfällt

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Die Mountainbike-Radsportler müssen dieses Jahr auf das Zwei-Stunden-Rennen in Orsenhausen verzichten und auf 2021 hoffen.
Die Mountainbike-Radsportler müssen dieses Jahr auf das Zwei-Stunden-Rennen in Orsenhausen verzichten und auf 2021 hoffen. (Foto: Archiv: Bernd Baur)
Bernd Baur

Die Entscheidung ist gefallen: Das Zwei-Stunden-Mountainbike-Rennen um den Bräuhausbude-Cup in Orsenhausen wird es dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht geben. Die Veranstaltung am 1. August wäre die achte Auflage gewesen. In den vergangenen Jahren hatten jeweils etwa 150 Radsportbegeisterte in die Pedale getreten.

„Wir haben mit unserer Entscheidung ziemlich lange gewartet und waren eigentlich hoffnungsvoll, dass wir das Rennen durchführen können“, sagt Christian Häberle vom Organisationsteam. Alles Erforderliche für den Bräuhausbude-Cup 2020 war bereits in die Wege geleitet und in trockenen Tüchern. Erfolgreiche Gespräche mit den Sponsoren hatten stattgefunden, die verschiedenen Genehmigungen waren unter Dach und Fach.

Finanzielle Verluste halten sich in Grenzen

Einzig die Vertragsunterzeichnung für die Ausleihe des Zeitmesssystems stand noch aus. „Dieses Messsystem bestellen wir immer kurz vor dem Rennen“, berichtet Christian Häberle. Insbesondere heuter ein Glücksfall für den Veranstalter: Dieser größere finanzielle Posten des Rennens wird nicht in Rechnung gestellt. Insgesamt halten sich die finanziellen Verluste durch die Absage der Veranstaltung in Grenzen. Christian Häberle rechnet hier mit einem Betrag in Höhe von etwa 300 bis 400 Euro, „das können wir verschmerzen“.

Einen viel größeren Schmerz bereitet den Organisatoren dieser Veranstaltung, die von der Abteilung Freizeitsport des Sportverein Orsenhausen ausgerichtet wird, dass dieses beliebte Event den Virusauswirkungen zum Opfer fällt. „Es tut uns leid für die Radsportler und natürlich auch für uns“, kann Christian Häberle die Enttäuschen nicht verbergen. Traurig seien alle im Team gewesen, als die Absage final entschieden wurde. „Aber eine Durchführung macht einfach keinen Sinn“, sagt Häberle. Zumal es für die Organisatoren bisher auch schwierig gewesen sei, bei allen geltenden Verordnungen die Voraussetzungen für den rechtlichen Rahmen eines Rennens 2020 herauszufinden. Dafür hatten bereits 26 Nenn-Meldungen mit entrichteter Startgebühr vorgelegen.

Das sind die Optionen

Die Veranstalter räumen diesen Radsportlern nun zwei Optionen ein: Endweder sie bekommen die Startgebühr zurück oder erhalten gleich einen Startplatz für das Rennen 2021. Etwa ein Drittel der gemeldeten Fahrer hat um die Rückerstattung des Betrages gebeten, ein weiteres Drittel freut sich jetzt schon auf die Teilnahme 2021 mit einem gesicherten Startplatz.

Und sehr zur Freude des Organisationsteams hat der Rest die Startgebühr dem Veranstalter gespendet. „Als Dank für die tollen Veranstaltungen der letzten Jahre“, schreibt ein Radsportler auf Facebook. Dass den bisherigen Rennen ein weiteres folgen soll, ist damit aus Sicht der Organisatoren entschieden. Sie werden den 8. Bräuhausbude-Cup Anfang August 2021 vorbereiten. In der Hoffnung, dass nichts dazwischen kommt.

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