„Starkes Signal für den Zusammenhalt im Ort“

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 Pfarrer Martin Ziellenbach weihte die neue Vereinslagerhalle in Bußmannshausen.
Pfarrer Martin Ziellenbach weihte die neue Vereinslagerhalle in Bußmannshausen. (Foto: Bernd Baur)
beb

Ein Gemeinschaftsprojekt von Feuerwehr und Musik, finanziell getragen von der Gemeinde: Die neue Lagerhalle auf der Nordseite des Bußmannshauser Festgeländes ist am Samstag eingeweiht worden. In Eigenleistung zogen 35 Helfer das Bauwerk hoch, die Gemeinde stellte das Grundstück und die Materialkosten zur Verfügung. Etwa 75 000 Euro hat die Lagerhalle gekostet.

Im November 2017 fiel der Startschuss, jetzt ist das Werk vollendet. Zwölf Meter lang, sechs Meter breit und sieben Meter hoch ist die neue Lagerhalle. Bei der Einweihung am Samstag ging Robert Wekenmann, Sprecher des sechsköpfigen Bauausschusses, zunächst auf die Entwicklung des innerörtlichen Bereichs neben den Tennisplätzen ein. 1993 entstand das Feuerwehrgerätehaus mit öffentlicher WC-Anlage. Damit war das Gelände auch für eine regelmäßige Festnutzung geeignet. Der Musikverein verlagerte 1999 sein Gartenfest hierher. Gebaut wurden in der Folge auch das Haus der Landjugend und ein Lagerhaus für den Musikverein.

„Das Repertoire an Festutensilien und Gerätschaften ist in der Vergangenheit immer größer geworden“, deutete Wekenmann an, dass sich Verantwortliche von Ortschaft und Vereinen Gedanken machten über zusätzliche Lagerkapazitäten. Über einen idealen Standort gab es schnell Konsens: Zwischen dem Musiker-Lagerhaus und dem Feuerwehrgerätehaus war ein perfekter Platz. Die Gemeinde stellte das Grundstück zur Verfügung, und nachdem sich die Feuerwehr und der Musikverein bereit erklärt hatten, freiwillige „Bauarbeiter“ zu stellen, kam auch die Zusage für die Finanzmittel. Die Pläne fertigte Architekt Thomas Schulz an – unentgeltlich.

Im November 2017 rückte erstmals der Bagger an, griffen Mitglieder beider Vereine zur Schaufel. 35 Helfer waren es letztlich insgesamt während der Bauphase. 51 Arbeitseinsätze wurden terminiert, dabei 2397 Arbeitsstunden geleistet. Das Pultdach des Lagerneubaus wurde in Richtung Musik-Lager verlängert, das alte Feuerwehr-Rolltor in diesem Verbindungsteil eingebaut. Dadurch entstand noch einmal ein überdachter Platz: auf der Nordseite geschützt durch das Rolltor, im Süden offen hin zum Festgelände.

„Heute blicken wir auf das gelungene Werk, das durch eine großartige Gemeinschaftsleistung der Vereine von Bußmannshausen entstanden ist“, verwies Bürgermeister Wolfgang Späth auf den besonderen Charakter des Projekts: Von den Vereinen kommen Muskelkraft und Engagement, die Gemeinde stellt Grund und Boden sowie Material. Bisher seien 75 000 Euro an Kosten angefallen.

An der Fest- und Vereinsmeile von Bußmannshausen sei etwas ganz Besonderes geschaffen worden, betonte Pfarrer Martin Ziellenbach. Das „ich“ der beiden Vereine wurde zum „wir“, ein Miteinander ist dadurch entstanden. „Dieses Gemeinschaftsprojekt ist ein starkes Signal für den Zusammenhalt in der Ortschaft“, sieht es der Geistliche, der zum Abschluss der Einweihungsfeier Gottes Segen für das Gebäude erbat und die kirchliche Weihe vollzog. Im Herbst sollen zum Abschluss dieses Projekts noch drei Bäume auf dem Festgelände gepflanzt werden.

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