Schnelles Eingreifen verhinderte Schlimmeres

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 Großeinsatz in Schönebürg: Der Carport eines Hauses (hinten rechts) stand in Flammen.
Großeinsatz in Schönebürg: Der Carport eines Hauses (hinten rechts) stand in Flammen. (Foto: Bernd Baur)
Bernd Baur

Glimpflich ausgegangen, Schlimmeres verhindert: Bei einem Auto- und Carport-Brand am Samstag in Schönebürg konnte durch das beherzte Eingreifen von hilfsbereiten Augenzeugen und dem schnellen Handeln eines starken Feuerwehraufgebotes ein Gebäudebrand verhindert werden. Eine Person wurde leicht verletzt, musste aber nicht ins Krankenhaus.

Samstagnachmittag kurz vor 16 Uhr. Walter Ruf Junior ist noch auf dem Gelände seines Autohauses in der Heggbacher Straße tätig, als er auf dem Nachbargrundstück auf der anderen Straßenseite Flammen und Rauch sieht. Geistesgegenwärtig setzte er einen Notruf ab. Gleichzeitig kamen zu diesem Zeitpunkt Helmut Traub aus Mittelbuch, unterwegs mit einem Kieslaster, und Erich Hecht aus Schönebürg vorbei. Zu dritt machten sie sich ans Werk, um mit einem Gartenschlauch und einem Feuerlöscher die Flammen zu bekämpfen. Eine Hecke, ein Carport und das darin stehende Auto, das mit Gas betrieben wird, hatten gebrannt.

Sehr zügig trafen dann die Freiwilligen Feuerwehren Schönebürg, Schwendi, Bußmannshausen, Großschafhausen und Laupheim ein. Mit einem Schnellangriff rückten Feuerwehrleute unter Atemschutz an die Brandstelle vor, löschten die Flammen mit Wasser. Gleichzeitig bauten die Wehren eine Wasserversorgung aus einem Unterflurhydranten und aus der Rottum auf. Auf der Gebäude-Hinterseite installierten die Einsatzkräfte eine Riegelstellung, um ein Übergreifen des Brandes auf das Haus zu unterbinden. „Zum Glück haben wir diese nicht gebraucht“, sagte Andreas Ruß, Schönebürger Feuerwehrkommandant und Einsatzleiter. Überhaupt konnten die Feuerwehren das Wohnhaus vor den Flammen schützen. „Auch im Haus gibt es keine Brandstellen“, stellte Andreas Ruß erleichtert fest.

Die Bewohner des Hauses konnten in Sicherheit gebracht werden. Zwei von ihnen blieben unverletzt, ein Dritter erlitt leichte Verletzungen. Er wurde von den DRK-Rettungsteams und einem Notarzt versorgt, musste aber nicht in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Außerdem standen DRK-Helfer vor Ort für eine Hilfeleistung bereit. Die Zahl der Feuerwehr-Einsatzkräfte lag bei 70.

Erste Erkenntnisse zur Brandursache konnte die Polizei vor Ort ermitteln. Demnach hatte ein Hausbewohner mit einem Unkrautbrenner, gespeist aus einer Gasflasche, Unkraut in den Fugen seines gepflasterten Hofbereiches abgeflammt. Dabei hatte plötzlich eine Hecke Feuer gefangen, welches schnell auch den Carport und das darin stehende Gas-Auto in Flammen setzte.

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