Racingteam aus Schwendi radelt auf legendärer Formel-1-Strecke

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 Nach 24 Stunden im Sattel passierte das Schenk & Schmid-Racingteam bei strömendem Regen die Ziellinie bei „Rad am Ring“ gemeins
Nach 24 Stunden im Sattel passierte das Schenk & Schmid-Racingteam bei strömendem Regen die Ziellinie bei „Rad am Ring“ gemeinsam. (Foto: privat)
Bernd Baur

Ein siebenköpfiges Racingteam der Schwendier Firma Schenk & Schmid Werkzeugbau ist beim strapaziösen 24-Stunden-Radrennen „Rad am Ring“ in die Pedale getreten: Bei diesem Tag-und-Nacht-Wettbewerb auf der legendären Formel 1-Strecke des Nürburgringes kämpften sich die Schenk & Schmid-Fahrer trotz teilweise strömenden Regens bis zur Zielankunft durch.

Die Radler wollten sich mit Leidenschaft und Kämpferherz dieser Herausforderung annehmen. Insgesamt verbuchte „Rad am Ring“ 2019 mit 9000 Startern einen neuen Teilnehmerrekord. Das Radteam aus Schwendi trat heuer in drei verschiedenen Wertungskategorien an.

Mit einem Vierer-Team, einem Duo und mit einem Einzelfahrer. Am Samstag um Punkt 12.42 Uhr stiegen die Fahrer in den Sattel, um die „Grüne Hölle“, wie der respektvolle Beinamen des Nürburgringes lautet, zu befahren.

Eine Runde auf dem Grand-Prix-Kurs mit der berühmten Nordschleife zählte 26 Kilometer, 560 Höhenmeter mussten dabei überwunden werden.

Steigung von 17 Prozent

Besonders in die Beine ging dabei immer der Anstieg zum Streckenabschnitt „Hohe Acht“. Dort forderte eine Steigung von 17 Prozent die Radsportler.

In der sogenannten Fuchsröhre erzielten die Schenk & Schmid-Fahrer bergab phasenweise eine Abfahrts-Höchstgeschwindigkeit von 93 Stundenkilometer.

Bei diesen Strapazen, während den Nachtstunden haben die Sportler natürlich wenig Schlaf, mussten die Fahrer wahrlich die Zähne zusammenbeißen. Und als das Rennen nach 24 Stunden beendet wurde, waren die Schwendier Radler erschöpft, aber auch glücklich und zufrieden über das Geleistete.

Der mitunter heftige Regen während des Rennens war eine zusätzliche Herausforderung.

Stefan Heudorfer

Und wie vorher ausgemacht, fuhren die sieben Radfahrer aus Schwendi als ein Team gemeinsam mit einem Lächeln im Gesicht über die Ziellinie – bei strömendem Regen.

„Der mitunter heftige Regen während des Rennens war eine zusätzliche Herausforderung“, erinnert sich Teamchef Stefan Heudorfer. Doch als er nach der Siegerehrung die Ergebnislisten in seinen Händen hielt, waren die Anstrengungen schon fast vergessen.

Und die Resultate durchaus zufriedenstellend. Das Schenk & Schmid-Racingteam hatte im Vierer-Team mit 18 absolvierten Runden Platz 421 von 635 belegt. Das Zweier-Team schaffte 13 Runden, dies bedeutete Platz 87 von 143.

An Leistungsgrenze gegangen

Und besonders gut schlug sich der Einzelfahrer: 14 Runden konnte er in 24 Stunden auf dem Nürburgring drehen – Platz 88 bei 544 gestarteten Männern war ihm damit sicher.

Der Sieger in dieser Kategorie schaffte gar 25 Runden. Die Radsportler des Schenk & Schmid-Racingteams waren bei ihrer vierten Teilnahme bei der Veranstaltung „Rad am Ring“ wieder an ihre Leistungsgrenze gegangen. Und wie in den Vorjahren auch, haben sie mit ihrem Start auch einen guten Zweck erfüllt.

Denn einen Teil aller Meldegebühren stellte der Veranstalter für die Unterstützung krebskranker und hilfsbedürftiger Kinder zur Verfügung.

Nicht zum ersten Mal war das Schwendier Schenk & Schmid-Radteam bei diesem großen Event auf dem Nürburgring vertreten. Stefan Heudorfer hatte ursprünglich die Idee, mit einer Firmenmannschaft an diesem 24-Stunden-Rennen teilzunehmen.

Das war 2013. Der Premiere vor sechs Jahren folgten weitere Starts in 2015 und 2016. Nach zwei Jahren Pause konnte Stefan Heudorfer für das Rennen 2019 wieder eine Mannschaft zusammenstellen.

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