Ostern sollen die Bauarbeiten beginnen

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Ostern sollen die Bauarbeiten beginnen
Ostern sollen die Bauarbeiten beginnen (Foto: Dierking)
Bernd Baur

Etwa 1,25 Millionen Euro werden die geplanten Baumaßnahmen in der Max-Weishaupt-Realschule kosten. Hauptsächlich geht es dabei um die Sanierung und Erweiterung der Toilettenanlagen, die Errichtung eines Elternsprechzimmers und um Maßnahmen zur Verbesserung des Brandschutzes. Der Gemeinderat hat am Montag einstimmig beschlossen, die Ausschreibung für die erforderlichen Bauarbeiten auf den Weg zu bringen.

Die geplanten Bauarbeiten hat sich der Gemeinderat bei einer Besichtigung in der Realschule im Juni von Architekt Thomas Schulz erläutern lassen. In der Folge haben Gespräche der Gemeinde und des Regierungspräsidiums Tübingen, der zuständigen Behörde für das Schulsanierungsprogramm, stattgefunden. Dabei zeigte sich, dass die angepeilten Umbau- und Sanierungsmaßnahmen in der Schwendier Realschule förderfähig sind.

Verzicht für Fördergelder

In einem Punkt aber musste die Gemeinde einen Dämpfer hinnehmen. Die geplante Erweiterung des Aufenthaltsraumes nach Süden hin wurde als förderschädlich eingestuft. „Wenn wir dies wie geplant anpacken, platzt die Förderung für uns aus dem Schulsanierungsprogramm“, verkündete Peter Gauß die wenig erfreuliche Nachricht in der Ratssitzung am Montag. Einzig logische Folge: Bei den Baumaßnahmen wird nun auf die Erweiterung des Aufenthaltsraumes verzichtet. Dagegen kann der bestehende Aufenthaltsraum saniert werden, der Einbau einer Ausgabetheke für den Verkauf von Backwaren ist vorgesehen.

Vom Landratsamt Biberach liegt inzwischen die Baufreigabe für das Realschul-Projekt vor. Was genau dazugehört, stellte Thomas Schulz dem Gemeinderat noch einmal in Kurzform dar. Im Untergeschoss der Realschule wird der nicht mehr benötigte Heizöltank ausgebaut. Hier ensteht dann ein Lagerraum. Für die männlichen Lehrkräfte werden zusätzliche Toiletten in einen Lagerraum eingebaut, die bestehenden Schülertoiletten werden saniert und die Lüftungsanlage erneuert.

Außerdem muss die Elektroverteilung im Untergeschoss brandschutztechnisch abgeschirmt werden. Im Erdgeschoß werden die Schülertoiletten saniert. Der alte Hausmeisterraum wird für die Nutzung als Elternsprechzimmer umgestaltet. Im Aulabereich soll die bestehende Holzdecke entfernt und durch eine Gipskartondecke ersetzt werden.

Diese Maßnahme kann allerdings noch Unwägbarkeiten ans Tageslicht befördern. Denn über der Holzdecke befinden sich ebenfalls Elektroinstallationen, die aus Brandschutzgründen besondere Maßnahmen zur Abschottung erfordern. „Wir haben die Decke an zwei Stellen aufgemacht und die Lage begutachtet“, sagte Architekt Thomas Schulz. Er ist sich ziemlich sicher, „dass wir dabei das meiste gesehen haben“. Dennoch könne es Überraschungen geben, wenn die gesamte Holzdecke zurückgebaut wird. Für diesen Fall ist in der Kostenaufstellung ein Puffer von 50 000 Euro einkalkuliert. „Kommt die neue Decke in der Aula noch tiefer als bisher?“, fragte Gemeinderat Thomas Stanossek. Und das nicht ohne Grund: In Teilbereichen der Realschulaula ist die Durchgangshöhe relativ niedrig. „Wir müssen vielleicht in diesen Bereichen auf eine Akustikdecke verzichten. Aber generell soll die lichte Höhe so wenig wie möglich vermindert werden“, antwortetete Thomas Schulz.

Auch Dächer werden saniert

Komplettiert wird die Baumaßnahme durch Arbeiten im Obergeschoß der Max-Weishaupt-Realschule. Die bestehenden Lehrertoiletten zwischen Sekretariat und Lehrerzimmer werden umgebaut, sie stehen dann nur noch den weiblichen Lehrkräften zur Verfügung. Neu eingebaut wird ein Putzraum. Die Flachdächer der Schule werden im West- und Südbereich ebenfalls saniert und neu abgedichtet.

Das gesamte Maßnahmenpaket will Thomas Schulz hauptsächlich während den Schulferien im nächsten Jahr umsetzen. Beginn mit den ersten Bauarbeiten soll in den Osterferien sein. Die umfangreichsten Arbeiten sind dann für die Sommerferien eingeplant. „Wenn alles gut geht, sind wir bis auf einige wenige kleine Arbeiten zum Schulstart im September 2020 fertig“, sagte der Architekt in Hinblick auf den Bauzeitenplan. Unter Umständen, so fügte er hinzu, werden während den Sanierungsarbeiten für den Schulbetrieb als Provisorium Toilettenwagen gebraucht für einen Zeitraum von etwa zwei bis drei Wochen.

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