Musikgenuss im Festgarten

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 Erntete großen Beifall: das über 60 Musikerinnen und Musiker zählende Seniorenorchester des Blasmusikkreisverbandes Biberach.
Erntete großen Beifall: das über 60 Musikerinnen und Musiker zählende Seniorenorchester des Blasmusikkreisverbandes Biberach. (Foto: Clemens Schenk)
Clemens Schenk

Einen großartigen Verlauf nahm am Sonntagabend das Serenadenkonzert des Seniorenorchesters des Blasmusik-Kreisverbandes Biberach unter der musikalischen Leitung von Heinrich Rothermel. Als Gastorchester wirkte auf dem idealen Festplatz bei der Gemeindehalle Sießen im Wald das Seniorenorchester des Blasmusik-Kreisverbandes Ulm/Alb-Donau unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Spada mit.

Die tolle Anzahl von über 500 Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Region, darunter auch viele ehemalige Musikerinnen und Musiker von vielen Musikvereinen der beiden Blasmusikverbände, erlebten bei idealen Wetterbedingungen einen schönen und unterhaltsamen musikalischen Abend im herrlichen Ambiente des Sießener Festgartens.

Die neue Festbühne erhielt dabei viel Zuspruch und Bewunderung und feierte eine erfolgreiche Feuertaufe. Mit ihrer spürbaren Spielfreude in allen Registern machten die gut disponierten Musikerinnen und Musiker der beiden Seniorenorchester bestimmt auch sich und den vielen Musikfreunden aus der ganzen Region beim bestens gelungenen Serenadenkonzert viel Freude. Auch mit solistischen musikalischen Auftritten auf verschiedenen Instrumenten, wie etwa Klaus Geyer und Roland Hecht auf ihren Trompeten bei „Wein nicht um mich Argentinien“, konnten die Seniorenmusiker glänzen.

Mit sicherem und umsichtigem Dirigat geleitet wurden sie dabei von ihren sehr erfahrenen musikalischen Leitern, Heinrich Rothermel und Wolfgang Spada. „Eine Klasseleistung von allen beteiligten Musikerinnen und Musiker“, so der einhellige Tenor der nicht mit großen Beifallsbekundungen geizenden begeisterten Zuhörer. Es war schon großartig, was diese Seniorenmusiker, wo jeder, auch oft noch bis ins hohe Alter, „Musik in seiner Freizeit aus Spaß an der Freud“ macht, den Serenaden-Besuchern boten.

„Für alle war etwas dabei“

„Für alle war etwas dabei, der Mix aus Unterhaltungsmusik und gehobener Unterhaltungsmusik kam bestens an“, ein wirklich schöner Konzertabend. „Der Feststellung, dass altgediente, erfahrene und gute Musiker nach dem Aus-scheiden aus der aktiven Kapelle keine richtige Heimat mehr haben, obwohl sie gerne noch weiter musizieren möchten, jedoch mit weniger Proben und Auftritten, ging der Gedanke voraus, solchen auch begeisterten Musikerinnen und Musikern eine Möglichkeit zu verschaffen, weiterhin ihrem Musikerhobby nachzugehen“, führte der Ehrenvorsitzende und auch Geschäftsführer des KVSO Biberach, Walter Reklau, in seiner Begrüßung aus. So wurden im Jahre 2006 das Kreisseniorenorchester Biberach und auch in vielen anderen Landkreisen, so auch beim Gastorchester, KVSO Ulm/Alb–Donau, solche Seniorenkapellen gegründet. Das KVSO Biberach zählt heute 60 Musikerinnen und Musiker aus den Musikvereinen des gesamten Landkreises Biberach.

Auftritte vor großem Publikum

Dabei haben die Seniorenmusiker die Möglichkeit, so wie jetzt beim Serenadenkonzert, sich vor großem Publikum musikalisch zu präsentieren. Das sieht auch der Dirigent des Biberacher Seniorenorchesters Heinrich Rothermel so positiv: „Unser schönes Hobby Musik bis ins hohe Alter ausführen zu können, das macht uns allen viel Freude und Spaß“.

Auch er lobt die Möglichkeit, „sich musikalisch mit Spielfreude vor Publikum präsentieren zu können“. Das sahen übrigens auch etliche frühere Musiker so: „Wenn ich heute Abend das so sehe, möchte ich am liebsten mein Instrument wieder rausholen und mitspielen“. Den krönenden Abschluss des Serenadenkonzertes bildete der gemeinsame Auftritt der beiden Seniorenorchester, die mit über 100 Musikerinnen und Musikern unter der Leitung von Ehrendirigent MD Hans Ruf einen mächtigen Klangkörper abgaben und die mit dem Marsch „Mein Schwabenland“ und der böhmischen Polka „Wir Musikanten“ beim Publikum einen nachhaltigen Eindruck hinterließen.

Bei der stürmisch geforderten Zugabe, dem Marsch „Dem Land Tirol die Treue“, sangen auch viele aus dem Publikum mit – „ein beeindruckender Abschluss“ des Abends auf dem auch stimmungsvoll beleuchteten Festgarten. Der Musikverein Hörenhausen hatte die Bewirtung mit Vesper und Getränken übernommen. Dessen Vorsitzender, Wolfgang Thanner, dankte allen für die „großartige Resonanz“ und die „rundum hervorragend gelungene Veranstaltung“.

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