Musikalische Betrachtung der Elemente

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Jürgen Rechsteiner

Das Frühjahrskonzert des Musikvereins Schönebürg stand in diesem Jahr unter dem Titel „Die vier Elemente: Erde, Luft, Feuer und Wasser“. Moderator Jonas Hochdorfer verstand es in unnachahmlicher Weise diese Elemente aus der Sicht eines Musikers zu interpretieren. Ein Musiker ist ein bodenständiger, geerdeter Mensch und ohne Luft geht beim Musikanten nichts. Beim musikalischen Spiel soll natürlich der Funke des Feuers aufs Publikum überspringen, und letztlich pflegen die Spieler zum Element Wasser eher ein distanzierteres Verhältnis als zum „Feuerwasser“.

Zuerst gehörte die Bühne dem Nachwuchs. Die Gemeinschaftsjugendkapelle Schönebürg-Mietingen unter der Leitung von Marek Scheliga stellte sich mit Olymischen Melodien vor. Beim Jugendkritikspiel wurden diese mit der „Free Word Fantasy“ von Jacob de Haan mit einem „sehr gut“ belohnt. Bemerkenswert dass die Gruppe sich in einer höheren Stufe den Wertungsrichtern stellte und diese auch meisterten, was sie mit „Silver Creek Valley“ nochmals zu Gehör brachten. Mit dem „Royal Scottsmann“ verabschiedeten diese sich auch bereits. Beim „Funkenflug“ des Blasorchesters unter der sicheren und souveränen Stabführung von Tobias Hannes sprang dieser gleich aufs Publikum über.

Mitreißende Eröffnung

Das schwungvolle und mitreißende Eröffnungstück „Sparks of Fire“, mit seinen rhythmischen und pulsierenden Elementen ließ einen abwechslungsreichen Konzertabend erahnen. Für das Element Wasser hatte Hannes sich für ein Piratenspektakel vom Feinsten entschieden. Höhepunkte des Soundtracks von Hans Zimmer „Fluch der Karibik“, mal dramatische, melancholische und bewegende Themen, waren zu erleben. Die Musiker als Gefangene in Ketten singend zur Hinrichtung ziehend, nur ein Element exemplarisch beschrieben.

Die Musik um den Pirat Jack Sparo war jedem im Publikum ein Begriff. Die Erde mit ihren Steinen, Felsen und Bergen stehen für das nächste Element. Kurt Gäble stammt aus Lauben bei Memmingen. Die Alpen quasi vor der Haustüre, inspirierten ihn wohl zu dem Werk der „Klang der Alpen“. In dieser Komposition stehen vor allem im Mittelpunkt „Impressionen“, die „Traditionen“ mit Polkaklängen, Alphörnern und Kuhglockengeläut und die „Visionen“, denn es wirken neue Einflüsse, eine gewisse Offenheit und neue Wege.

Mit dem Tradionsmarsch „Hoch Heidecksburg“ wurde der kürzlich verstorbenen Ehrenmitglieder gedacht, und der dritte Teil eröffnet. Das „Farbenspiel des Winds“ griff das Elementethema wieder auf. Es wurde für den Film „Pocahontas“ geschrieben und erzählt von der Liebe der Indianertochter zu einem Weißen. An diesem Abend wunderschön vorgetragen von Laura Hochdorfer und Aline Kempter. Rhythmisch gings weiter und das Schlagzeug- und Percussionregister war gefordert: Jazzmusik. Dick Ravenal gelang ein bemerkenswertes Werk und die Schönebürger brachten es eindrucksvoll dar.

Mit Rock von der Küste wurde nochmals musikalisch in das Element Wasser eingetaucht. Langanhaltender Beifall der vollen Halle dankten die Akteure mit „So schön ist Blasmusik“ und mit dem beschwingten Rock-Hit „Shut Up and Dance“. Mit diesem lebhaften und spaßigen Titel für die Instrumentalisten endete ein toller und unterhaltsamer Konzertabend.

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