Kein Brand, aber eine Rettung

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„Personenrettung mit Erstversorgung“ war oberste Aufgabe bei der Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Sießen.
„Personenrettung mit Erstversorgung“ war oberste Aufgabe bei der Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Sießen. (Foto: Clemens Schenk)
Clemens Schenk

Sießen im Wald – Ihren guten Ausbildungs- und Leistungsstand zeigte die Freiwillige Feuerwehr Sießen im Wald bei ihrer Jahreshauptübung am vergangenen Samstag, wobei in diesem Jahr besonders auf die Personenrettung mit Erstversorgung großer Wert gelegt wurde. Neugierige schauten bei der Übung in der Dorfmitte in Hörenhausen zu, im Anschluss an die Übung versammelten sich alle Beteiligten im Feuerwehrheim.

Nachdem die Feuerwehr Sießen im Wald in den vergangenen Jahren bei ihren Hauptübungen immer wieder verschiedene Einsatzszenarien bei zum Teil sogar Zwölf–Stunden–Übungen durchgespielt hatte, war es bei der diesjährigen Hauptübung „mal eine ganz normale Übung, ohne Brandeinsatz mit einem Einsatzschwerpunkt“, wie es Kommandant Torsten Guter erklärte.

Seinen Angaben zufolge hat sich das „Anforderungsprofil der Feuerwehren und Hilfsdienste in den letzten Jahren stark und vielfältig verändert“, wobei sie „durch die neuen Aufgabenstellungen und Anforderungen besonders gefordert werden“, was auch bei den „Übungen Berücksichtigung finden muss und auch findet“.

Mehr Hilfeleistungen

Waren es früher meist Brandbekämpfungen, stehen jetzt immer mehr Verkehrs- und Betriebsunfälle mit Personenrettungen und technischen Hilfsleistungen als Aufgaben an. So auch in diesem Jahr, wo es nach einer Unachtsamkeit eines Traktorfahrers zu einem Verkehrs- und Betriebsunfall auf einem Bauernhof in der Dorfmitte von Hörenhausen kam, wobei zwei Personen dabei verletzt wurden. Dabei wurde eine Person gegen eine Hauswand gedrückt und schwer verletzt, was besondere Anstrengungen und Aufgabenstellungen der Feuerwehrler zur Rettung nötig machte. Auch bei dieser Übung zeigten die Mitglieder der Sießener Feuerwehr, 29 Männer und zwei Frauen, zu welch „guter und wertvoller Rettungsarbeit“ sie imstande sind.

Fokus auf Kernaufgaben

Bewusst wurde in diesem Jahr auf den Einsatz von Rettungskräften wie etwa dem ASB verzichtet, um sich voll auf feuerwehrtechnische Aufgaben zu konzentrieren, wie etwa die Erstversorgung und Personenbergung der Verletzten. Wiederum fand in Sießen im Wald eine „Stille Alarmierung“ statt, das heißt, durch die Rettungsleitstelle wurden die Feuerwehrmänner über ihre Funkmeldeempfänger alarmiert, die jeder aktive Feuerwehrmann bei sich tragen muss, um zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar zu sein.

Die Feuerwehrleute fanden sich schnell am Feuerwehrhaus und nach ersten Instruktionen schnellstens am angenommenen Objektplatz in der Dorfmitte von Hörenhausen ein. Die Aufgaben wurden klar koordiniert und verteilt, die verschiedenen Trupps harmonierten gut zusammen, es war eine gelungene Hauptübung, die auch von interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern verfolgt wurde.

Bei der anschließenden Zusammenkunft im Feuerwehrheim dankten Ortsvorsteher Wolfgang Thanner und auch Kommandant Torsten Guter allen Kameraden und Mitwirkenden für ihren Einsatz. Außerdem lobten sie den guten Übungsverlauf: Es sei gut, „dass man sich auf die Feuerwehr auch in Notsituationen und im Ernstfall verlassen kann“.

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