Gemeinde Schwendi zeichnet 182 Preisträger aus

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 Das Umtopfen von Orchideenpflanzen zeigte Alexander Ego, Kreisfachberater von der Obst- und Gartenbauberatungsstelle des Landkr
Das Umtopfen von Orchideenpflanzen zeigte Alexander Ego, Kreisfachberater von der Obst- und Gartenbauberatungsstelle des Landkreises, bei der Preisverleihung des Blumenschmuckwettbewerbs der Gemeinde Schwendi. (Foto: Bernd Baur)
Bernd Baur

Einjähriger Blumenschmuck am Haus oder mehrjährige blühende Stauden und Rosen im Vorgarten sind eine Zier für jeden Hobbygärtner. Ist dieser Blumenschmuck von der Straße aus sichtbar, können sich andere Bürger an der Pflanzenpracht ebenso erfreuen. Eine Verschönerung des Ortsbilds ist dadurch garantiert. Deshalb möchte die Gemeinde Schwendi viele Bürger ermuntern, durch Blumen und Stauden Farbe und Natur an die Häuser und in die Vorgärten zu zaubern. Der Blumenschmuckwettbewerb ist hierzu ein geeignetes Instrument. Alle zwei Jahre findet er statt, am Freitag wurden in der Veranstaltungshalle die diesjährigen Preisträger aus allen Teilorten ausgezeichnet – 182 an der Zahl.

Eine Tradition fasst wieder Fuß

Zusammen mit den anderen Ortsvorstehern hatte Werner Jans (Orsenhausen) vor zwei Jahren die Initialzündung für die Wiederbelebung dieses Wettbewerbes in der Gemeinde Schwendi gegeben. Bei der zweiten Auflage 2018 war die Resonanz schon größer. „Es hat lange gedauert, bis diese Tradition wieder Fuß gefasst hat in der Gemeinde“, sagte Bürgermeister Günther Karremann am Freitag. Auch die Gemeinde selber versuche schrittweise durch Aktivitäten des Bauhofs beim Pflanzen von Blumen und Stauden das Ortsbild zu verschönern. Der Beitrag hierzu von möglichst vielen Bürgern sei jedoch unverzichtbar. „Wenn Sie in diesem Bereich aktiv sind, beweisen Sie auch Bürgersinn“, dankte Karremann den Hobbygärtnern in der fast vollbesetzten Veranstaltungshalle. Eingeladen hatte die Gemeinde auch diejenigen, die mit ehrenamtlichem Engagement Beete und Blumen in der Gemeinde pflegen, etwa an Kriegerdenkmalen, bei Balkonpflanzen, an Brücken oder anderen Gemeindeflächen.

„Mit einem naturbelassenen Garten mit Blumen treffen sie mein Herz“, deutete Karremann seine Liebe zur natürlichen Farbenpracht an. Ärgerlich sei es natürlich, wenn die Blumen- oder Staudenpracht in den Vorgärten durch Diebe dezimiert wird. So geschehen heuer in einigen Straßenzügen der Gemeinde, wo Hortensien-Diebe ihr Unwesen trieben. Vielleicht hatten sie es auf die Staudenblüten abgesehen, weil diese, wenn sie getrocknet geraucht werden, eine Rauschwirkung hervorrufen, hatte sich Karremann aufklären lassen. „Aber diese Diebe sind sicher nicht aus der lokalen Szene“, ist er überzeugt.

Die meisten Preisträger beim Blumenschmuckwettbewerb hatten sich für die Teilnahme am Wettbewerb, den die Gemeindemitarbeiterin Sylvia Behrendt federführend abwickelt, angemeldet. Für einige Bürger war die Preisbenachrichtigung aber auch eine Überraschung, denn einige Gärten wurden auch ohne Anmeldung bewertet. „Wenn ein Garten beim Vorbeifahren durch einen besonders schönen Blumenschmuck aufgefallen ist, gab es einen Preis“, ließ Alexander Ego, Kreisfachberater von der Obst- und Gartenbauberatungsstelle des Landkreises, durchblicken.

„Die Resultate sind super“

Am 24. Juli war die Bewertungskommission auf Tour. „Die Resultate sind super“, bilanzierte Ego. In zwei Kategorien wurden die Preisträger ermittelt. Einmal für einjährigen Blumenschmuck vor allem an Häusern (beispielsweise Geranien), sowie in einer weiteren Kategorie für mehrjährige Stauden und Rosen in den Vorgärten. Die Note zwei ging an 14 Teilnehmer, 127 konnten sich über die Note eins freuen. 34 Mal wurde die Note 1a vergeben, auch sieben Sonderpreise für eine besondere Gestaltung der Vorgärten erkannten die Juroren zu. Alle Preisträger erhielten von der Gemeinde eine Amaryllis-Pflanze, je nach Note mit Übertopf und Deko. Preisträger mit der Note 1a erhielten zusätzlich vom Landkreis ein Handbuch für den Pflanzenschnitt, den Sonderpreis belohnte die Gemeinde obendrein mit einer Flasche Schwendi-Secco.

Vor zwei Jahren hatten alle Preisträger die Königin der Zimmerpflanzen, eine Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis), erhalten. Vielleicht weil es für diese nun höchste Zeit für eine Umtopfaktion wäre, hat sich Alexander Ego in seinem Fachvortrag am Freitag genau diesem Thema gewidmet. An einigen Orchideen zeigte er praxisnah, mit humorvollen Wortbeiträgen garniert, das Umtopfen. Zwei wertvolle Tipps enthielt er den Zuhören nicht vor: „Tauchen Sie die Orchidee in Wasser, anstatt sie zu gießen, und düngen Sie die Pflanze über die Blätter. Dann bekommen sie Träume von Blüten.“

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