Gasalarm, aber kein Gas

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In der Gutenzeller Straße war die Schwendier Wehr schnell fertig, vom Energieversorger Netze Südwest werden Einsatzkräfte jetzt
In der Gutenzeller Straße war die Schwendier Wehr schnell fertig, vom Energieversorger Netze Südwest werden Einsatzkräfte jetzt speziell geschult. (Foto: Bernd Baur)
Bernd Baur

Weil sie glaubte, den Geruch von Gas in ihrer Wohnung wahrzunehmen, hat eine Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses in der Gutenzeller Straße in Schwendi am Dienstag die Notrufnummer gewählt. Nach der Alarmierung gegen 18 Uhr rückten die Freiwilligen Feuerwehren Schwendi und Laupheim mit 30 Einsatzkräften an.

Die Anfahrt der Werkfeuerwehr Boehringer-Ingelheim konnte gestoppt werden, denn erste Messungen durch die Feuerwehr Schwendi, die mit Atemschutzgeräteträgern in verschiedenen Bereichen des Gebäudes nach der möglichen Ursache eines Gasaustritts suchten, waren negativ. Auch der hinzugezogene Mitarbeiter des Gasversorgers Netze Südwest konnte bei seinen Messungen nichts Außergewöhnliches feststellen. Ein dreiköpfiges ASB-Team, eine DRK-Mitarbeiterin (für eine eventuelle Evakuierung des Gebäudes) und die Polizei waren vor Ort.

Teams werden fortgebildet

Gerade der generelle Fall eines Gasalarms war einen Tag zuvor Thema bei der Gemeinderatssitzung in Schwendi gewesen. Dort hatte Bürgermeister Wolfgang Späth die Räte unterrichtet, dass die Freiwilligen Feuerwehren der Gesamtgemeinde in Zukunft bei solchen Einsätzen erweiterte Aufgaben übernehmen. In Absprache mit dem Gasversorger Netze Südwest wurde diese Vereinbarung getroffen. Denn durch die Lage des Gemeindegebiets am östlichen Rand des Landkreises könne es sein, dass ein Mitarbeiter auf Grund der Distanz nicht unmittelbar nach der Alarmierung am Einsatzort sein kann. Innerhalb von 30 Minuten sollte dies der Fall sein, so lautet die Vorgabe.

Damit örtliche Einsatzkräfte der Feuerwehren, die sehr schnell den Einsatzort erreichen, bei einem Gasaustritt entsprechend handeln können, werden die Feuerwehren von der Netze Südwest mit speziellen Messgeräten ausgestattet. Außerdem werden bei jeder der sechs Feuerwehren der Gesamtgemeinde Schwendi Teams mit zwei bis drei aktiven Feuerwehrangehörigen gebildet, die vom Unternehmen Netze Südwest bei Schulungen fortgebildet werden. Diese sollen stattfinden, sobald es die Corona-Pandemie zulässt.

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