Einigung: Klinikmitarbeiter erhalten 3,5 Prozent mehr

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Schwäbische Zeitung

Der Tarifstreit bei der viertgrößten privaten Klinikgruppe Deutschlands ist beigelegt. Die Sana AG, zu deren Verbund auch die Fachklinik für Neurologie in Dietenbronn gehört, und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben sich auf einen neuen Konzerntarifvertrag geeinigt. Er hat eine Laufzeit bis 30. Juni 2012. Die Löhne und Gehälter werden rückwirkend zum 1. Januar 2011 um zwei Prozent angehoben und steigen ab dem 1. Januar 2012 um weitere zwei Prozent. Dazu erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro. Im Durchschnitt ergebe sich daraus eine Lohnsteigerung in Höhe von 3,5 Prozent, teilte die Klinikleitung Dietenbronn mit. Zur Sicherung des Nachwuchses im Pflegebereich wurde darüber hinaus eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro zuzüglich einer Steigerung um zwei Prozent ab 1. Januar 2012 vereinbart.

„Es ist ein positives Ergebnis, das von einer vertrauensvollen und professionellen Tarifpartnerschaft zeugt“, kommentierte der Sana-Personalvorstand Jan Stanslowski den Abschluss, der konzernweit Anwendung findet, mithin auch für die rund 140 Mitarbeiter in Dietenbronn. Dirk Völpel-Haus, Verhandlungsführer von Verdi, sprach laut Sana-Pressemitteilung von einem guten Tag für die Klinikbeschäftigten. Mit dem Ergebnis seien die wesentlichen Ziele erreicht worden.

Im Juni 2010 war der alte Haustarifvertrag bei Sana ausgelaufen. Über Monate saßen die Tarifpartner am Verhandlungstisch – ohne greifbare Ergebnisse. Verdi war mit einer Forderung von sieben Prozent mehr Lohn gestartet. Im Januar organisierten Betriebsräte und Gewerkschaft an mehreren Klinik-Standorten Protestaktionen. Vor dem Haupteingang der Fachklinik in Dietenbronn machten etwa 30 Beschäftigte mit Plakaten, Trillerpfeifen und Fahnen auf ihr Anliegen aufmerksam.

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