Drei Organisten haben alle Register gezogen

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 Christine Ege gab mit ihren Organisten-Kollegen Bernd Karrer und Herbert Locherer ein einstündiges Konzert.
Christine Ege gab mit ihren Organisten-Kollegen Bernd Karrer und Herbert Locherer ein einstündiges Konzert. (Foto: Bernd Baur)
Bernd Baur

Erhebende Orgelmusik konnten die Besucher am Sonntagabend in der Kirche St. Martinus in Bußmannshausen hören. Eine Stunde lang spielten die drei Organisten Christine Ege, Bernd Karrer und Herbert Locherer auf der Pfeifenorgel, die vor genau zwei Jahren neu aufgebaut wurde.

Der Klang der Orgel ist den Gottesdienstbesuchern in Bußmannshausen längst vertraut. Bei Messen verstärken diese Klänge nicht nur das Wort Gottes, sondern sie lassen die Gläubigen auch die Feier der Sakramente tiefer erleben. Kirchliche Orgelliteratur, nicht in Verbindung mit der Liturgie, konnten die Zuhörer in der nahezu vollbesetzten Kirche (auch Orgelbauer Tilman Trefz war aus Stuttgart angereist) nun bei einem Konzert der „Königin der Instrumente“ erleben.

Dahinter stehen die drei Organisten, die bei den Gottesdiensten im Jahreslauf am Spieltisch der Orgel sitzen. „Die Orgel ist ein Stück weit ihr Baby“, erinnerte Richard Pfänder bei der Begrüßung daran, dass die drei Organisten von Anfang an in den Prozess der Orgelbeschaffung eingebunden waren. Ihrer starken Verbundenheit zu dem Instrument verliehen sie nun bei dem Konzert hörbaren Ausdruck.

Abwechselnd nahmen sie am seitlichen Orgelspieltisch Platz, zogen alle 14 Register und entlockten den 871 Pfeifen die verschiedensten Tonhöhen und Klangfarben. Literatur unterschiedlichster Epochen spielten sie dabei. Präludien und Fugen, die beim Ein- und Auszug im Gottesdienst erklingen, waren ebenso dabei wie Orgelmusik mit meditativem Charakter.

In der schön renovierten Kirche St. Martinus konnten die Zuhörer dem bewegenden Orgelspiel lauschen und gleichzeitig ihren Gedanken nachhängen. Nach elf gespielten Stücken endete das Konzert mit dem Lied „Nun danket alle Gott“, bei dem die Besucher zum Mitsingen eingeladen waren.

Den Dank an die drei Organisten drückten die Besucher in Form von kräftigem Applaus aus. Dieser kann nach zwei Jahren auch als ein bestätigendes Zeichen an die Verantwortlichen gewertet werden, die sich damals für die Beschaffung einer neuen Orgel tatkräftig eingesetzt haben. Für die Kirchengemeinde St. Martinus Bußmannshausen war dies auch ein finanzieller Kraftakt, denn immerhin knapp 175 000 Euro mussten bereitgestellt werden.

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