Die Feuerwehren Schwendis und des Landkreises sagen danke

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Schwendier Feuerwehr-Kommandanten und der von ihnen geehrte langjährige Dienstherr Bürgermeister Günther Karremann: (von links)
Schwendier Feuerwehr-Kommandanten und der von ihnen geehrte langjährige Dienstherr Bürgermeister Günther Karremann: (von links) Markus Blersch, Stephen Wagner, Torsten Guter, Bürgermeister Karremann, Miguel Braunmiller, Thomas Stanossek, Wolfgang Steinle und Florian Kohn. (Foto: Bernd Baur)
Bernd Baur

Fast schon an zwei Händen kann Bürgermeister Günther Karremann seine Restamtszeit abzählen. Bis zum 31. Mai ist er das Gemeindeoberhaupt in Schwendi, dann geht er nach 24 Dienstjahren in den Ruhestand. Die Feuerwehren der Gesamtgemeinde haben dem noch amtierenden Bürgermeister Karremann nun für seine Unterstützung in all den Jahren gedankt. Sie ernannten Günther Karremann zum Ehrenmitglied aller sechs Schwendier Ortsfeuerwehren. Auch der Kreisfeuerwehrverband Biberach würdigte das Engagement von Karremann mit einer Ehrung.

Die Feuerwehr-Kommandanten – aktuelle und ehemalige – sowie deren Stellvertreter hatten sich zu einer kleinen Feierstunde im Rathauskeller versammelt. Mitten unter ihnen: ihr Noch-Dienstvorgesetzter Bürgermeister Karremann. „Einen Bürgermeister zu verabschieden, der nicht gut war, ist einfach. Aber einen Bürgermeister zu verabschieden, den man eigentlich nicht gehen lassen will, weil er gut war, fällt schwer“, drückte Thomas Stanossek, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Schwendi, das aus, was seine Kollegen ohne Bedenken unterschreiben können. Das Feuerwehrwesen in Schwendi sei in der 24-jährigen Amtszeit von Günther Karremann nach vorne gebracht worden. „In der Summe ist es uns recht gut gegangen“, blickte Thomas Stanossek zurück.

Viel Positives für das Feuerwehrwesen könne mit dem Namen Karremann in Verbindung gebracht werden. Der scheidende Bürgermeister habe in den 24 Jahren seiner Amtszeit zu den Feuerwehren gestanden und ihre Wünsche, soweit es finanziell möglich war, fast immer umgesetzt. Thomas Stanossek erinnerte daran, dass für alle sechs Schwendier Feuerwehr-Abteilungen Fahrzeugkonzepte entwickelt und durch Neuanschaffungen umgesetzt wurden. Auch Renovierungen und Anbaumaßnahmen an den Gerätehäusern an allen Standorten konnten realisiert werden. Als starker Befürworter setzte sich Bürgermeister Karremann dafür ein, dass im Jahre 2001 die Jugendfeuerwehr Schwendi- Wain gegründet wurde. „Weit über 80 Jugendliche sind aus dieser Nachwuchsschmiede nun schon in den Feuerwehren aktiv“, unterstrich Stanossek den weitsichtigen Charakter dieser Entscheidung.

Nach großen Einsatzereignissen wie Bränden, Unfällen, Überschwemmungen und Stürmen sei Karremann immer an den Einsatzstellen präsent gewesen, „Sie haben den Feuerwehren als oberster Dienstherr beigestanden“, sagte Stanossek anerkennend. Und zusammenfassend formulierte es der Kommandant so: „Die Feuerwehren der Gemeinde Schwendi haben Ihnen viel zu verdanken.“

Grund genug, dem Bürgermeister zu seinem Abschied Dank zu sagen und ihm eine Ehre zukommen zu lassen, die es so bisher nicht gab. In allen sechs Feuerwehr-Abteilungen ist Günther Karremann ab sofort Ehrenmitglied. Mit der Übergabe einer Urkunde wurde dies besiegelt.

Eine Ehrennadel mit Urkunde erhielt Günther Karremann auch vom Kreisfeuerwehrverband Biberach. Stephen Wagner (Kommandant Weishaupt-Werkfeuerwehr), der als Vertreter der Werkfeuerwehren im Verbandsausschuss mitarbeitet, überreichte beides an Bürgermeister Günther Karremann. „Der Kreisfeuerwehrverband würdigt damit Ihre herausragenden Verdienste und Ihr Engagement um das Feuerwehrwesen im Landkreis Biberach“, zitierte Stephen Wagner den Urkundentext. Karremann habe nicht nur seinen Job gemacht, sondern sei weit darüber hinausgegangen, was die Unterstützung der Feuerwehren betrifft. „Sie waren ein sehr kompetenter und angenehmer Ansprechpartner“, bilanzierte Stephen Wagner.

Erstaunt und tief gerührt

Sprachlos und tief gerührt ob der vielen lobenden Worte und der Ehrungen sei er, sagte Günther Karremann mit Tränen in den Augen. Er hoffe, er habe sich nicht zu sehr in das Tagesgeschäft der Feuerwehren eingeschaltet in den letzten 24 Jahren. Zielorientiert, korrekter Umgang, stressfrei, eine hervorragende Zusammenarbeit: So sieht Bürgermeister Karremann all die Anstrengungen, die zusammen mit den Feuerwehren in seiner Amtszeit über die Bühne gingen. Baff erstaunt sei er gewesen, als er die Einladung zu der Zusammenkunft im Rathauskeller gelesen habe. „Ich dachte, die Feuerwehren wollen noch etwas von mir bezüglich Geräten oder Anschaffungen“, sagte er mit einem Lachen. Dem war nicht so: Die Feuerwehren wollten einfach nur danke sagen.

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