Auszubildende gewinnen erneut bundesweiten Planspielwettbewerb

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Freude über den Erfolg der Weishaupt-Auszubildenden (von links): Die Unternehmer Siegfried und Thomas Weishaupt, Dirk Rachota (W
Freude über den Erfolg der Weishaupt-Auszubildenden (von links): Die Unternehmer Siegfried und Thomas Weishaupt, Dirk Rachota (Weishaupt-Personalleiter), Beate Nagel, Michael Wieland, Lisa Laubheimer, Sophie Koch, Yannick Grimm, Yunus Sekerci, Sina Schmid und Jasmin Eiferle. (Foto: Bernd Baur)
Schwäbische Zeitung

Den Titel auf Bundesebene erfolgreich verteidigt: Ein siebenköpfiges Team von Auszubildenden der Schwendier Max Weishaupt GmbH hat die Bundesendrunde 2020 des Unternehmensplanspieles „playbizz“ gewonnen. Bereits ein Jahr zuvor war ein Weishaupt-Team bei diesem Wettbewerb auf nationaler Ebene nicht zu schlagen. Die Weishaupt-Auszubildenden stellten damit zwei Mal hintereinander ihre Fähigkeiten unter Beweis, mit strategischen Entscheidungen ein fiktives Unternehmen über einen Zeitraum von vier Jahren hinweg gewinnorientiert am Markt zu leiten und weiterentwickeln.

Der mehrstufige „playbizz“-Planspielwettbewerb wird von den Bildungswerken der Wirtschaft in Deutschland seit mehreren Jahrzehnten veranstaltet. Das Ziel des Spiels ist es, mit einem Betrieb im Wettbewerb mit anderen Teams zu bestehen und möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften. Dabei werden mehrere Runden gespielt, der nun zu Ende gegangene Wettbewerb war im November 2019 gestartet. Im Weishaupt-Team gingen die Auszubildenden Jasmin Eiferle, Sina Schmid, Lisa Laubheimer, Yannick Grimm, Sophie Koch, Yunus Sekerci (Industriekaufleute) und Masterstudent Michael Wieland an den Start.

Team musste betriebliche Entscheidungen wie in der Realität treffen

Insgesamt 32 überwiegend mittelständische Unternehmen in Baden-Württemberg haben für die erste Spielrunde ein Team von Auszubildenden zur Teilnahme an diesem Wettbewerb gemeldet. In vier Spielgruppen aufgeteilt traten die Teams gegeneinander an. Dabei ging der erste Durchgang als Fernplanspielrunde über die Bühne. Die Teams konnten ihre Entscheidungen per Mail an die Spielleitung übermitteln, am Computer wurde dann ausgewertet. Alle Teams starteten unter den gleichen Voraussetzungen.

Wie in einem „richtigen“ Unternehmen musste das Management-Team der Auszubildenden in den betrieblichen Funktionsbereichen Beschaffung, Produktion und Vertrieb sowie Personal- und Finanzwesen Planungen vornehmen und Entscheidungen treffen. Das hergestellte Produkt des Reißbrett-Unternehmens in der ersten Spielrunde war ein Staubsaugroboter. Mit ihren unternehmerischen Entscheidungen lagen die Weishaupt-Teammitglieder nach der Gruppenphase (im Wettbewerb mit sieben Unternehmen aus der Region) an erster Stelle. Mit diesem Sieg in der Fernspielrunde gehörte das Weishaupt-Team zu den vier besten Teams aus Baden-Württemberg. Die nun folgende Landesendrunde wurde in den Jahren zuvor an einem ausgewählten Austragungsort über zwei Tage hinweg durchgeführt. Die Corona-Pandemie hat auch diese Pläne durchkreuzt. Die Landesendrunde und die auch Bundesendrunde im „playbizz“-Wettbewerb 2019/20 fanden deshalb im Online-Modus statt.

Schwendier wiederholen gute Leistung vom Vorjahr

Bei einem eintägigen Webmeeting ermittelten die vier besten Teams aus Baden-Württemberg den Landessieger. Wie im Vorjahr hieß dieser wieder Weishaupt. Den Auszubildenden aus Schwendi gelang es bestens, ihr fiktives Unternehmen (Produktion von Elektro-Scootern) in einem sehr dynamischen Marktumfeld gewinnorientiert auszurichten. Seine inzwischen erlangte Management-Erfahrung setzte das Weishaupt-Team dann auch im Bundesentscheid vorteilhaft ein. Bei dem Web-Meeting mussten vier Bearbeitungsrunden mit unterschiedlichen Vorgaben absolviert werden. Durch die konsequente Zusammenarbeit im Team, die solide Leitung des virtuellen Unternehmens und dem wirtschaftlichen Erfolg konnte sich Weishaupt in einem spannenden Wettbewerb gegenüber allen Siegern aus den anderen Bundesländern einen Vorsprung hinsichtlich der Gewinnerzielung erarbeiten. Damit waren die Weishaupt-Auszubildenden Bundessieger 2019/2020 im Unternehmensplanspiel „playbizz“ und wiederholten ihren Erfolg aus dem Vorjahr.

Die Ehrung der Bundessieger fand am vergangenen Montag bei der Max Weishaupt GmbH in Schwendi statt. Beate Nagel vom Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft überreichte den Siegern den Wanderpokal aus Metall (für den Landessieg) und die Glastrophäe für den Titel auf nationaler Ebene. „Das ist eine respektable Leistung und ein super Erfolg“, verwies Beate Nagel auf den Gewinn des Weishaupt-Teams in zwei aufeinander folgenden Jahren. „Wenn sie dieses Wissen von der virtuellen in die reale Welt umsetzen, geht es der Firma gut“, gratulierte Unternehmer Siegfried Weishaupt den Planspiel-Bundessiegern 2020.

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