Warme Klänge, überraschende Rythmen

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Reichlich Beifall erhielt der Musikverein Schemmerhofen für seinen Auftritt beim Osterkonzert.
Reichlich Beifall erhielt der Musikverein Schemmerhofen für seinen Auftritt beim Osterkonzert. (Foto: Walter Auberer)
Schwäbische Zeitung

Das Osterkonzert des Musikvereins Schemmerhofen war gut besucht. Die Musiker boten Balladen, aber auch beschwingte Melodien. Zu Gast war auch die Musikkapelle aus Mettenberg.

Mit dem imposanten Auftakt „Fanfare and Cantabile“ begrüßte die Gastkapelle aus Mettenberg die Schemmerhofener Zuhörer zum Osterkonzert des Musikvereins. Dirigent Thomas Buse bedankte sich für die Einladung nach Schemmerhofen und begeisterte mit seinen Musikanten das Publikum in der gut gefüllten Mühlbachhalle mit dem Stück „Pilatus – Mountain of Dragons“. Den Musikern gelang es, die Geschichte um Drachen, Kampf und Versöhnung musikalisch und emotional zu erzählen.

In „The New Village“ schafften es die Mettenberger das Gefühl von Dynamik, Mut und Zuversicht, was einen Neubeginn in sich birgt, zu transportieren. Temporeich gelang es Querflöte, Horn und Trompete die Musik zum Spannungshöhepunkt zu bringen.

Mit vollen Segeln

Hervorragend umgesetzt war die „James Bond 007 Selection“. Sie führte die Zuhörer mit Spannung und fein aufeinander abgestimmten Bläsergruppen in die Welt des Geheimagenten. „Mit vollen Segeln“ übergaben die Mettenberger das Ruder weiter an die Schemmerhofener und wünschten guten Rückenwind.

Michael Götzinger, der Vorsitzender des Musikvereins Schemmerhofen, bedankte sich bei den Mettenbergern und übergab Blumen und Sekt als Dank für den Einsatz der Musiker in Schemmerhofen.

Das Motiv Heimat thematisierte der Dirigent Gerhard Rogg mit seinen Musikern in „Sympatria“. Heiter und fröhlich mit feinen und klaren Tönen transportierte das Stück ein Gefühl von Heimat und Zugehörigkeit. Balladen und volksliedhafte Elemente erklangen in „Rhapsody for Alto Saxophon and Band“. Simon Maier brillierte als Solist mit seinem Altsaxophon und entlockte seinem Instrument sowohl warme als auch fröhliche Klänge. Dabei gelang Maier ein phantastisches Spiel, ebenso wie es die anderen Musikern vollbrachten, immer wieder eine Einheit mit dem Solisten zu bilden.

Kindermärchen und Bergmassive

Mit dem Publikumserfolg „Mary Poppins“ entführten die Schemmerhofener in die Welt des berühmten Kindermädchens mit dem Regenschirm. Bekannte Ohrwürmer und beschwingte Melodien verführten nicht nur die Besucher, sondern auch die Musiker selbst zum Mitschunkeln. Vor allem die Percussion-Instrumente sorgten für überraschende Effekte.

Mit „Mont Blanc“ verabschiedete sich der Musikverein Schemmerhofen von seinen Zuschauern. Der imposante Auftakt ließ dem Zuschauer das Massiv des Mont Blanc vor Augen entstehen. Man fühlte förmlich den beschwerlichen Weg hinauf zum Gipfel und die Musiker schafften es, effektvoll und erfrischend Gefühle zu erzeugen. Harmonische, aber auch imposante und fließende Melodien entließen den Zuhörer mit einem Lächeln auf den Lippen.

Dirigent Rogg gelang es, das circa sechzigköpfige Orchester gekonnt zu führen und unterschiedlichen Instrumentalregistern ihr ganzes Können abzuverlangen. Konzentriert folgten die Musiker dem Dirigenten und das Publikum belohnten sie mit einem kräftigen Applaus.

Langjährige Musikanten wurden geehrt und von Bernd Biffar, Kreisverbandsdirigent von Biberach, mit Ehrennadeln ausgezeichnet.

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