Würstle führt SVA zum Sieg

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 Tamara Würstle (links) erzielte zwei Tore für Alberweiler beim Sieg gegen Wacker München.
Tamara Würstle (links) erzielte zwei Tore für Alberweiler beim Sieg gegen Wacker München. (Foto: Peter Herle)
Marc Kuschick

SV Alberweiler – FFC Wacker München 3:1 (0:1). SVA: Bozenhardt - Schick, Hauler (46. Bucher), Würstle, Cumert (56. Seitz), Herle, Miele (72. Rädler), Rapp, Stvoric (86. Lock), Gaus, Meyer. Tore: 0:1 Pfeifer (20.), 1:1 Würstle (58.), 2:1 Würstle (68.), 3:1 Seitz (86.). SR: Ülfet Car. Z.: 160.

Der SV Alberweiler hat in der Frauenfußball-Regionalliga Süd zu Hause den FFC Wacker München mit 3:1 geschlagen. In einem umkämpften Spiel behielt der Tabellendritte die Nerven und drehte in der zweiten Halbzeit einen 0:1-Pausenrückstand gegen das Team aus der bayrischen Landeshauptstadt.

Nach knapp zehn ordentlichen Minuten des SVA schafften es die Münchnerinnen, sich gut ins Spiel zu kämpfen. Von da an verfügten die Gäste über mehr Spielanteile und ließen den Tabellendritten aus Oberschwaben nicht ins Spiel kommen. Dies manifestierte sich dann auch im Führungstreffer durch Verena Pfeifer, die nach einer Flanke aus dem Halbfeld zum Kopfball kam und das Leder im langen Eck versenkte. SVA-Torhüterin Laura Bozenhardt, die die verhinderte Melanie Geiselhart ersetzte, war dabei chancenlos. „Wir sind schlicht nicht in die Zweikämpfe gekommen. Vielleicht hatte das auch mit fehlender Einstellung zu tun. Die Führung für München war zu dem Zeitpunkt durchaus verdient“, stellte SVA-Trainerin Chantal Bachteler nach dem Spiel fest. Fehlende Konzentration und mangelnder Wille waren das Problem in den ersten rund 60 Minuten beim SV Alberweiler. Die Münchnerinnen, die in der Tabelle kurz vor den Abstiegsrängen stehen, waren schlicht mehr gewillt, das Spiel an sich zu reißen.

Auch nach der Pause zeigte sich zunächst dasselbe Bild. Die Gäste legten sogar fast das 2:0 nach, der Ball ging aber letztlich am linken Pfosten vorbei. Nun wurde Alberweiler besser und kam nach knapp einer Stunde zum Ausgleich. Kapitänin Tamara Würstle nahm einen langen Ball auf der rechten Seite an, umspielte noch zwei Gegenspielerinnen und schob dann zum 1:1 ein. Bereits zehn Minuten später fiel dann der Führungstreffer. Erneut war es Würstle, die sich einen langen Ball aus dem Mittelfeld aus der Luft pflückte und dann die herausstürmende Münchner Torhüterin Veronika Gratz überlupfte. Würstles Leistung war sinnbildlich für die des SVA. In der ersten Halbzeit kamen wenige Bälle an, es mangelte an Konzentration. Nach der Pause agierte die Kapitänin wie ausgewechselt. „Sie hat heute in der zweiten Halbzeit das Spiel an sich gerissen und sich mit zwei Toren belohnt. Sie hat heute die Rolle wieder ausgefüllt, in der wir sie eigentlich sehen“, erklärte Bachteler.

Kurz vor Schluss war es dann Lena Bucher, die auf der rechten Seite ihre Gegnerinnen stehen ließ und den Ball dann in die Mitte spielte, wo Nina Seitz ihn unbedrängt über die Linie drücken konnte. Es war ein hartes Stück Arbeit für den SV Alberweiler, am Ende ging der Sieg aber in Ordnung. „Wir haben momentan einfach ein paar Probleme mit der Einstellung. Da müssen wir dran arbeiten. Als wir dann in den Zweikämpfen waren, waren wir das bessere Team. Die restlichen Spiele werden alle sehr körperlich“, resümierte Trainerin Bachteler.

Am kommenden Sonntag geht es für den SV Alberweiler zum 1. FC Nürnberg. „Die Nürnbergerinnen sind technisch sehr stark und haben ein sehr professionelles Umfeld. Das ist eine schwere Aufgabe“, so Bachteler.

SV Alberweiler – FFC Wacker München 3:1 (0:1). SVA: Bozenhardt - Schick, Hauler (46. Bucher), Würstle, Cumert (56. Seitz), Herle, Miele (72. Rädler), Rapp, Stvoric (86. Lock), Gaus, Meyer. Tore: 0:1 Pfeifer (20.), 1:1 Würstle (58.), 2:1 Würstle (68.), 3:1 Seitz (86.). SR: Ülfet Car. Z.: 160.

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