Trotzige Männer auf muskalischer Tour

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Der Männerchor Alberweiler hat für Schmunzeln und Unterhaltung gesorgt.
Der Männerchor Alberweiler hat für Schmunzeln und Unterhaltung gesorgt. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Die diesjährige Dorfplatzhockete in Alberweiler wurde wieder vom Förderverein des Sportvereins ausgerichtet. Dabei sorgte vor allem das Konzert des Männerchors Alberweiler für Unterhaltung.

Heiß war das Wetter, heiß das Feuer über dem sich ein Ochse am Spieß drehte und heiß waren die Zuhörer auf das Konzert des Männerchores Alberweiler mit dem Thema „Männerabend“. Von den Frauen des Frauenchores im Stich gelassen, hatten die Männer beschlossen, passend zur Dorfplatzhockete, einen Männerabend zu gestalten.

Die Handlung: Sänger Wim Doxie kommt von der Arbeit heim und stellt fest , dass seine Frau samt Kleider und Koffer weg ist. Auch von den Kindern ist weit und breit nichts zu sehen. Besorgt, aber auch wütend , beschließt er nun trotzig ein Männerwochenende mit Freunden auf die Beine zu stellen. Gemeinsam ziehen sie los. Sinnieren und trinken, kommen von den Kneipen bis ins Rotlichtmilieu.

Das sturmfreie Elternhaus wird derweil von den jugendlichen Kindern mit deren Freunden zum Festen in Beschlag genommen, ausgedrückt vom Jugendchor Heartchor Uttenweiler unter der Leitung von Ulrike Marquart. Als der Mann endlich wieder heimkommt, trifft er auf seine Frau (Michaela Rieger), die von einem Wellnesswochenende, das er ihr geschenkt hatte, zurückgekehrt ist. Alles löst sich auf in Wohlgefallen.

Geschickt hat Chorleiter Klaus Bohner das Liedgut den Situationen angepasst: So klagten die Männer über ihre Lage im Ehestand („Ehemanns Klage Text: Fallersleben/Richter – Musik: schlesisches Volkslied); sinnierten über das weibliche Geschlecht in dem hohenlohischen Volkslied „Ei du Mädchen vom Lande“, machten sich von der Kneipe „Die kleine Kneipe“ auf ins Rotlichtmilieu mit „Skandal im Sperrbezirk“ bis hin „Zum Tauben vergiften im Park“.

Von Schlager bis Pop

Schlager, Volkslieder, Pop alles war vertreten und wurde von den zwölf Sängern gekonnt, locker, akzentuiert und begeisternd vorgetragen. Immer wieder begleitet am Klavier von Tamara Großmann und an der Gitarre von Richard Bürk. Fast jedoch hätten die Jugendlichen des Heartchores den Männern die Show gestohlen. Bodypercussion in verschiedenen Variationen, faszinierend anzusehen und zu hören, begleitete die sauber gesungenen und sicher vorgetragenen Gesangstücke des Jugendchores.

Sprechgesang und für Chor neu arrangierte Popsongs teilweise mit Soloparts für einzelne Sänger bildeten einen Kontrast zur Elterngeneration. Hatte der Abend begonnen mit Grönemeyers „Männer“ endete er mit „Frauen“ , der Parodie auf dieses Lied und entließ das zufriedene Publikum mit einem Schmunzeln zum Weiterfeiern auf den Dorfplatz zu Ochsenfleisch und Bier.

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