Trainerin Bachteler warnt vor unangenehmem Gegner

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SVA-Mannschaftsführerin Tamara Würstle will mit ihrem Team den Pokalsieg und den Einzug in die DFB-Pokalrunde perfekt machen.
SVA-Mannschaftsführerin Tamara Würstle will mit ihrem Team den Pokalsieg und den Einzug in die DFB-Pokalrunde perfekt machen. (Foto: Peter Herle)
Marc Kuschick

Nach dem mittelmäßig zufriedenstellenden Saisonende mit Platz fünf in der Fußball-Regionalliga Süd steht am Donnerstag, 30. Mai, für den SV Alberweiler das letzte Pflichtspiel der Saison an. Die Mannschaft von Trainerin Chantal Bachteler empfängt den Oberligisten SV Hegnach auf eigenem Platz zum Finale des WFV-Pokals. Der Anstoß erfolgt um 16 Uhr im Anschluss an das Pokalfinale der B-Juniorinnen.

„Man kann es durchaus auch als Alles-oder-nichts-Spiel bezeichnen“, so Bachteler. Immerhin geht es für den SVA neben dem Titel auch um den Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals. Der Pokalsieg war, seitdem die Lücke zur Tabellenspitze größer geworden ist, als großes Ziel ausgegeben worden. Daran hat sich nichts geändert. Dafür muss nun der Tabellenvierte der Oberliga Baden-Württemberg geschlagen werden.

Mit dem FV Bellenberg und dem TSV Tettnang hat der SVA bereits zwei Mannschaften dieser Staffel im Wettbewerb mit 5:0 und 7:2 aus dem Weg geräumt. Beide befinden sich im hinteren Tabellendrittel. Für Chantal Bachteler ist der kommende Gegner eine andere Kategorie: „Das wird definitiv ein ganz anderes Spiel. Sie sind sehr unangenehm und spielen oft an der Grenze. Die Mischung aus Aggressivität und Emotionalität macht sie zu einem gefährlichen Gegner.“ Auch der Kader der Hegnacherinnen ist möglicherweise zu Höherem berufen: „Sie haben eine tolle Mischung aus erfahrenen Spielerinnen und jungen Talenten, die sie auch von höherklassigen Clubs bekommen. Das macht sie aus.“

Aber eigentlich will die Trainerin sich gar nicht zu viel mit dem Gegner beschäftigen, sondern sich mehr auf die eigene Mannschaft konzentrieren. „Wenn wir unser Spiel aufziehen können, dann haben wir gute Chancen, das Ding zu gewinnen. Aber wir müssen eben konzentriert sein und unsere Stärken ausspielen“, erklärt sie. Unvorteilhaft sind nach wie vor die Kaderprobleme, die den SVA seit Wochen plagen. Auf die B-Juniorinnen, die Bachtelers Mannschaft in den letzten Spielen so tatkräftig unterstützt haben, wird sie am Donnerstag keinen Zugriff haben. Die Mannschaft bestreitet zuvor ihr eigenes WFV-Pokalfinale. Dafür kehrt Annika Enderle zurück, die nach mehrwöchiger Teilnahme am Mannschaftstraining wieder einsatzbereit ist. Ecem Cumert wird im Abschlusstraining wieder zur Mannschaft stoßen und auch im Kader sein, ob sie spielbereit ist, ist allerdings fraglich. Auch Alberina Syla laboriert an einer Verletzung. Über ihren Einsatz wird wohl erst kurz vor dem Spiel entschieden.

Motivationsprobleme sieht Bachteler derweil nicht: „Jede, die spielen kann, brennt darauf, im Kader zu sein. Wir haben eine gute Moral, das haben wir in den letzten Wochen bewiesen, auch wenn es nicht immer einfach war.“

Der Gegner wird Gerüchten zu Folge mit einem großen Bus und einiger Unterstützung anreisen. „Wir hoffen natürlich auch auf viele Zuschauer und gutes Wetter. Das ist doch das, was solche Spiele auch ausmacht. Das kann bei beiden Mannschaften noch einmal die letzten Prozente herauskitzeln“, so Bachteler.

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