SVA kehrt zurück zum Ligaalltag

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 Der SV Alberweiler (rechts Selina Gaus) ist beim Tabellenführer Ingolstadt gefordert.
Der SV Alberweiler (rechts Selina Gaus) ist beim Tabellenführer Ingolstadt gefordert. (Foto: Peter Herle)
Marc Kuschick

Für die Frauen des SV Alberweiler kehrt der Ligaalltag zurück. Nach dem Pokal-Highlight gegen Bayer 04 Leverkusen wartet aber auch schon der nächste große Name. Am Sonntag geht es für den SVA zum vierten Saisonspiel in der Fußball-Regionalliga Süd beim Tabellenführer, dem FC Ingolstadt 04. Das Spiel findet im Audi-Sportpark auf Platz eins statt, Anstoß ist um 14 Uhr.

„Die Beine sind noch ein wenig müde“, erklärt SVA-Cheftrainerin Chantal Bachteler. Nachdem der SVA in der vergangenen Woche drei Spiele in drei verschiedenen Wettbewerben absolviert hat, ist dies die logische Konsequenz. Pause, um zu verschnaufen, bleibt jedoch nicht wirklich. „Die Mädels hatten Sonntag und Montag frei“, so Bachteler. Der Gegner lässt jedoch nicht mehr zu. Positiv: Der Trainerin steht gegen Ingolstadt fast der komplette Kader zur Verfügung. Lediglich Kerstin Schneider hat sich am Sonntag beim Einsatz für die zweite Mannschaft leicht verletzt und konnte bislang noch nicht mittrainieren. Ein breiter Kader ist und bleibt die große Stärke des SVA, vor allem, wenn der Gegner personell auch so gut bestückt ist.

Großer Respekt vor Kießling

Der FC Ingolstadt 04 hat sich im vergangenen Sommer gut verstärkt. Einige Spielerinnen kamen vom FC Bayern München, der auch bei den Frauen die Nase mit ganz vorn hat. Den größten Respekt hat Chantal Bachteler vor Ricarda Kießling, die bereits auf 25 Juniorinnen-Länderspiele kommt. Auch für den FC Bayern hat die 22-Jährige schon einmal in der 1. Bundesliga auf dem Platz gestanden. „Da haben sie natürlich auch individuell schon sehr viel Klasse“, sagt Bachteler.

Generell erwartet den SVA einen sehr offensivstarken Gegner. Alberweiler hat hingegen zuletzt, mit Ausnahme des DFB-Pokalspiels gegen den Erstligisten Leverkusen, zwei Mal zu Null gespielt. Die Abwehrreihe scheint also zu funktionieren. Trainerin Bachteler tritt aber ein wenig auf die Bremse: „Die Gegner bis jetzt waren auch nicht auf dem Niveau von Ingolstadt. Man darf nicht vergessen, dass, außer Selina Gaus, die Viererkette komplett neu ist.“

SVA will Schwung mitnehmen

Dazu kommt, dass sich der SVA auch mental wieder auf Ligaalltag umstellen muss. Vor rund 750 Zuschauern zu spielen, ist auch für die Mannschaft eine Ausnahme und eine neue Erfahrung gewesen. „Natürlich ist das schwer, wieder reinzukommen“, erklärt Bachteler. „Ich hoffe, dass die Mädels den Schwung, den wir durch die guten Chancen gegen Leverkusen bekommen haben, ins Ligaspiel mitnehmen können.“ Das ist, gerade wenn die Beine noch schwer sind, nicht die einfachste Aufgabe. Punkten möchten die SVA-Frauen dennoch. „Wenn wir mit einem Punkt nach Hause fahren, können wir, so denke ich, zufrieden sein. Wenn mehr drin ist, umso besser“, so Bachteler.

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