Schemmerhofen schaltet Bezirksligisten aus

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Marc Kuschick

SV Schemmerhofen – SF Hundersingen 3:1 (2:0). SVS: Uzman – Fiderer, Miller, Geiger, Maier (46. Hauler), J. Habrik, Lück, M. Eh (55. Keller), Graf (63. M. Habrik), S. Eh (60. Öztürk), Maurer. Tore: 1:0 Maurer (5.), 2:0 M. Eh (19.), 2:1 Ja. Störkle (67.), 3:1 Maurer (82.). SR: Adelsberger (Abtsgmünd). Z: 100.

Mit einem souveränen 3:1 (2:0)-Sieg gegen die Sportfreunde Hundersingen ist der SV Schemmerhofen am Samstag in die zweite Runde des WFV-Pokals eingezogen. Vor rund 100 Zuschauern lieferte der Kreisligist eine solide Leistung gegen den höherklassigen Gegner aus der Bezirksliga Donau. In der nächsten Runde geht es erneut gegen einen Bezirksligisten, denn der SV Baindt setzte sich überraschend mit 2:1 gegen Landesligist SG Kißlegg durch.

„Wir haben gut gespielt und den Gegner nicht zu Möglichkeiten kommen lassen“, stellte Trainer Roland Reichart fest. „Am Ende ist es ein verdienter Sieg.“ Auch Gästetrainer Manfred Pütz sah das ähnlich: „Das hat heute gar nicht klappen können. Uns haben vier Stammspieler gefehlt, damit hat die Abstimmung überhaupt nicht mehr gestimmt.“

Bereits nach fünf Minuten gingen die Gastgeber in Führung. Nach einem hervorragenden hohen Ball aus dem Halbfeld von Jan Habrik direkt in den Lauf von Max Maurer blieb dieser eiskalt und spitzelte den Ball an Torwart Uwe Buzengeiger vorbei. Generell hatte der SVS mehr vom Spiel und behielt fast über die gesamte Spielzeit die Kontrolle. In der 19. Minute dann der Fehler des Gästetorwarts. Ein zu kurzer Pass zu seinem Verteidiger wird von Max Maurer abgefangen, Buzengeiger hat keine Chance und foult den Schemmerhofer Stürmer im Strafraum. Dafür bekommt er die Gelbe Karte. Den fälligen Strafstoß verwandelt Marco Eh souverän in die linke untere Ecke.

Ab diesem Zeitpunkt wird der Unmut der Gäste aus Hundersingen spürbar. Die Spieler reagierten gereizt und begannen sich gegenseitig anzukeifen, auch die Laufleistung ließ nach. Dies war bei den herrschenden Temperaturen aber auch verständlich. Aufgrund dieser wurden auch Mitte jeder Hälfte Trinkpausen abgehalten. Kurz vor der Pause überraschte Marco Eh den Gästetorwart noch einmal und setzte einen Freistoß im kurzen Eck an den Pfosten.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste kurz ein wenig besser in Fahrt. Durch einige Wechsel war die Ordnung eine kurze Zeit nicht ganz so stabil wie in der ersten Halbzeit. Dennoch hatte Schemmerhofen das Spiel im Griff. Zumindest bis Gästestürmer Janik Störkle seine Geschwindigkeit ausnutzte und auf 2:1 verkürzte. Nach dem Anschlusstreffer waren die Gäste aus dem Bezirk Donau besser im Spiel. Die Gastgeber verloren oft den Ball zu schnell und ließen Hundersingen spielen. Trotz des vermehrten Ballbesitzes der Gäste konnten diese sich keine hochkarätigen Chancen erspielen. Durch den Druck der Hundersinger entstanden aber Räume für Konter. Mindestens zwei Mal traf der Schiedsrichter bei Schemmerhofer Angriffen sehr umstrittene Abseitsentscheidungen.

Entscheidung durch Maurer

Die Verteidigungsreihe der Gäste machte im letzten Abschnitt des Spiels keine gute Figur mehr. Dies nutzte Max Maurer dann auch aus. In einer schönen Einzelaktion, die allerdings auch sehr schlecht verteidigt war, schlenzte er den Ball in der 82. Minute von der Strafraumkante ins kurze Eck – 3:1. Spätestens jetzt war der Bezirksligist geschlagen. Maurer holte sich dann noch die Gelbe Karte für das Ausziehen seines Trikots ab.

„Wir hätten das Spiel früher zumachen können“, erklärte Roland Reichart. „Aber wir sind weiter und zufrieden.“ Auch für Manfred Pütz ist die Niederlage nicht allzu schlimm: „Der WFV-Pokal hat für uns nicht die absolute Priorität. Wir haben eine starke Bezirksliga vor uns.“

SV Schemmerhofen – SF Hundersingen 3:1 (2:0). SVS: Uzman – Fiderer, Miller, Geiger, Maier (46. Hauler), J. Habrik, Lück, M. Eh (55. Keller), Graf (63. M. Habrik), S. Eh (60. Öztürk), Maurer. Tore: 1:0 Maurer (5.), 2:0 M. Eh (19.), 2:1 Ja. Störkle (67.), 3:1 Maurer (82.). SR: Adelsberger (Abtsgmünd). Z: 100.

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