Schwäbische Zeitung
Sportredakteur

SV Alberweiler – Eintracht Frankfurt 1:1 (0:1). SVA: Geiselhart - Daikeler, Schad, Gaus - Laura Mohr, Würstle, Seitz (46. Rapp), Herle, Stvoric - Bucher, Enderle (77. Meyer). SR: Karin Weber (Hofstetten). Tore: 0:1 Annika Leber (35.), 1:1 Svenja Herle (52.). Z.: 220.

Der SV Alberweiler hat sich zu Hause im Spitzenspiel der Frauenfußball-Regionalliga Süd mit 1:1 (0:1) vom Tabellenführer Eintracht Frankfurt getrennt. Dadurch rutschte der SVA auf Rang drei ab. Neuer Tabellenzweiter ist der SV 67 Weinberg (19 Spiele/37 Punkte), der beim SC Sand II mit 4:3 gewann und nun fünf Zähler hinter der Eintracht liegt.

Trotz der verpassten Chance, näher an den Spitzenreiter heranrücken und damit im Kampf um den Titel alles selbst in der Hand haben zu können, war SVA-Trainer Peter Kalmbach nicht enttäuscht. „Ich bin sehr zufrieden, vor allem mit der zweiten Halbzeit. Da hat die Mannschaft alles umgesetzt, was wir besprochen haben“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Was ihn da noch ärgerte war das Gegentor. „Aber man kann gegen den Spitzenreiter nicht alles verhindern“, so Kalmbach. „Die Chance auf die Meisterschaft ist weiter da. Ich bleibe dabei, wir schauen weiter von Spiel zu Spiel.“ Eintracht-Trainer Christian Yarussi konnte mit dem Auswärtszähler sehr gut leben. „Es war sehr schwer gegen Alberweiler zu spielen. Sie haben ein paar sehr gute junge Spielerinnen“, sagte er. „Der Punkt war sehr wichtig, weil wir Alberweiler so auf jeden Fall auf Distanz halten konnten.“ Die Eintracht (20 Spiele/42 Punkte) hat weiter sieben Zähler Vorsprung auf Alberweiler, aber auch schon zwei Partien mehr absolviert als der SVA.

Leber bestraft SVA-Abwehrfehler

In Halbzeit eins war beiden Mannschaften die Bedeutung der Partie anzumerken. Die Abwehrreihen standen gut. Dem Offensivspiel beider Teams fehlte es aber an Tempo und einer zündenden Idee. Keiner wollte ein Risiko eingehen. Die erste nennenswerte Chance hatte Alberweiler, bei einem 24-Meter-Freistoß von Tamara Würstle tauchte Eintracht-Keeperin Elena Bläser aber rechtzeitig ins bedrohte Eck (4.). Auf der Gegenseite ging ein Abschluss von Annika Leber aus zehn Metern über den SVA-Kasten (10.). In Minute 31 entschärfte Eintracht-Keeperin Bläser einen 20-Meter-Schuss der sehr agilen SVA-Kapitänin Svenja Herle. Wenig später strich eine Direktabnahme von Kanako Fuse aus kurzer Distanz knapp am Tor von Alberweiler vorbei (34.). 60 Sekunden ging die Eintracht in Führung. Nach einem Steilpass in den Strafraum kam SVA-Torhüterin Melanie Geiselhart einen Schritt zu spät und Annika Leber drückte das Leder problemlos über die Linie. Die komplette SVA-Defensive sah in dieser Situation schlecht aus. Alberweiler zeigte sich jedoch nur kurz geschockt. Ein langer Pass erreichte im Gäste-Strafraum Annika Enderle, die aber nicht genug Druck hinter den Ball bekam – die Chance war vertan (39.).

Herle trifft zum 1:1

Nach dem Seitenwechsel machte Alberweiler von Beginn an Druck. Annika Enderle legte den Ball in den Lauf von Svenja Herle, die aus 13 Metern das 1:1 markierte (52.). Der SVA drängte im Anschluss auf das 2:1. Herle zog aus 13 Metern ab, der Ball ging einen Meter übers Eintracht-Gehäuse (58.). Die auf Konter lauernden Frankfurterinnen kamen nur einmal in Hälfte zwei gefährlich vor den gegnerischen Kasten. Nach einem Querpass hatte Rosalie Sirna SVA-Torhüterin Melanie Geiselhart schon überwunden, doch Tamara Würstle klärte die Situation im letzten Moment (72.). Ein 25-Meter-Schuss von Victoria Stvoric war eine sichere Beute von Eintracht-Keeperin Elena Bläser (77.). Mehr gefährliche Torraumszenen gab es nicht zu sehen und so blieb es beim 1:1.

Nächstes SVA-Heimspiel am Mittwoch

Für Eintracht Frankfurt steht in der Frauenfußball-Regionalliga Süd als Nächstes das Heimspiel gegen den SC Sand II auf dem Programm (Sonntag, 14 Uhr). Alberweiler ist bereits wieder am Mittwoch zu Hause gefordert, wenn der Tabellen-Drittletzte TSV Schwaben Augsburg zum Nachholspiel anreist. Anstoß in der Hessenbühl-Arena ist um 18 Uhr. „Da erwartet uns ein ganz anderes Spiel. Augsburg wird wohl hinten drinstehen und wir müssen dann versuchen, den Abwehrriegel zu knacken“, blickt SVA-Trainer Peter Kalmbach voraus.

SV Alberweiler – Eintracht Frankfurt 1:1 (0:1). SVA: Geiselhart - Daikeler, Schad, Gaus - Laura Mohr, Würstle, Seitz (46. Rapp), Herle, Stvoric - Bucher, Enderle (77. Meyer). SR: Karin Weber (Hofstetten). Tore: 0:1 Annika Leber (35.), 1:1 Svenja Herle (52.). Z.: 220.

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