„Rabenschwarzer Tag“ für Alberweiler

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 Chantal Bachteler
Chantal Bachteler (Foto: Peter Herle)
Marc Kuschick

Die Serie von sieben ungeschlagenen Spielen des SV Alberweiler in der Regionalliga Süd ist gerissen. Mit 1:6 kamen die Fußballerinnen des SVA in Mittelfranken im letzten Auswärtsspiel vor der Winterpause unter die Räder. Ein so deutliches Ergebnis war vor der Partie nicht erwartet worden. Nun heißt es, in den letzten beiden Spielen vor Weihnachten noch einmal alles zu geben.

„Ich glaube, wir hatten heute alle einen rabenschwarzen Tag“, erklärt die Trainerin des SVA, Chantal Bachteler. „Wir waren in jeder Aktion zu langsam und sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen und konnten nicht das umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten.“

Bereits das Hinspiel hatte der SVA zu Hause mit 2:6 verloren. Das Ziel für Sonntag war es, ein anderes Spiel zu zeigen. „Im Hinspiel hatten wir zumindest am Anfang Chancen, die wir hätten nutzen müssen. Das war heute nicht der Fall“, so Bachteler. Mit nur einem Tor Rückstand ging das Spiel in die Pause. Kein Grund also, zu verzweifeln: „Wir hatten uns dann für die zweite Halbzeit viel vorgenommen, wollten kompakter verteidigen und auch agieren statt nur zu reagieren“, sagt sie.

Die Realität war dann jedoch eine andere. Nach einer guten Stunde konnte der FCN durch einen Strafstoß auf 2:0 erhöhen und ein Déjà-vu aus dem Hinspiel nahm seinen Lauf. Innerhalb von fünf Minuten bauten die Fränkinnen ihren Vorsprung auf 4:0 aus. Im Hinspiel waren es sechs Minuten, in denen der FCN das Spiel mit drei Treffern für sich entschied. „So macht man den Gegner stark und gibt das Spiel aus der Hand“, konstatiert die Trainerin.

Ein gebrauchter Tag also für die Frauen des SVA. Möglicherweise hatte auch der kurzfristige Ausfall von Kapitänin Tamara Würstle, die oft das Spiel des SVA lenkt, einen Anteil an der Niederlage. Chantal Bachteler sagt dazu: „Sie hat aufgrund einer Trainingsverletzung heute nicht spielen können. Tamara ist definitiv eine ganz wichtige Spielerin für uns, aber ich möchte das jetzt nicht an einer Spielerin festmachen. Die, die heute gespielt haben sind einfach nicht ins Spiel gekommen. Wir haben nur reagiert.“

Am Ende ist es also ein verdienter Sieg für den „Club“: „Ob es jetzt 6:1 ausgehen muss, weiß ich nicht. Aber, dass wir heute verloren haben, geht definitiv in Ordnung“, erklärt die Trainerin. Damit hat der SVA zum ersten Mal seit dem 22. September wieder eine Niederlage hinnehmen müssen. Die letzte Niederlage auswärts gab es zuvor sogar am 25. August. In Nürnberg wäre es möglich gewesen, den Abstand auf die Abstiegsränge auf acht Punkte zu vergrößern. Dies ist nicht gelungen. Es bleiben aber noch zwei Spiele vor eigenem Publikum, um sich doch noch etwas abzusetzen.

„Wir wollen definitiv noch punkten bis Weihnachten. Dafür müssen wir aber auch noch hart arbeiten“, so Bachteler. Zunächst geht es am kommenden Sonntag gegen den Zweitligaabsteiger FSV Hessen Wetzlar. „Wir haben heute die langen Bälle von Nürnberg nicht in den Griff bekommen. Zumindest im Hinspiel hat es Wetzlar mit ähnlichen Bällen versucht. Das heißt, wir müssen uns unter der Woche noch sehr intensiv auf den Gegner vorbereiten.“ Die Hinrunden-Partie in Wetzlar verlor der SVA mit 0:1.

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