Pflichtsieg für Alberweiler

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 Solveig Schlitter (links) erzielte das frühe 1:0 für den SV Alberweiler gegen Crailsheim.
Solveig Schlitter (links) erzielte das frühe 1:0 für den SV Alberweiler gegen Crailsheim. (Foto: Peter Herle)
Marc Kuschick

TSV Crailsheim – SV Alberweiler 0:3 (0:3). SVA: Geiselhart - Schick, Hauler (66. Hagg), Enderle, Würstle (75. Frisch), Ellgass, Herle, Rapp (57. Jerg), Bucher (73. Meyer), Schlitter, Temaj. Tore: 0:1 Schlitter (1.), 0:2 Ellgass (7.), 0:3 Würstle (35./FE). SR: Franziska Vögele (Karlsruhe). Z.: 43.

Der SV Alberweiler hat in der Frauenfußball-Regionalliga Süd das fünfte Spiel in Folge gewonnen. Beim Tabellenletzten TSV Crailsheim siegte das Team von Trainerin Chantal Bachteler mit 3:0 (3:0). Damit steht der SVA zum ersten Mal in dieser Saison unter den Top Fünf der Liga.

„Wir haben mit der ersten Aktion direkt das Tor gemacht, das war natürlich gut“, freute sich Chantal Bachteler. Solveig Schlitter brachte Alberweiler bereits in der ersten Minute in Führung. Ein langer Ball aus dem Zentrum fand die Toptorjägerin des SVA, die diesen gekonnt versenkte. Es war bereits ihr achter Saisontreffer. Nur kurz später erhöhte Vera Ellgass auf 2:0 für die Gäste. Erneut war der Ball lang aus dem Zentrum nach vorn gekommen und Ellgass wusste diesen zu verwerten. Auch für sie war es bereits der sechste Treffer. Damit waren bereits nach sieben Minuten die Weichen für den Sieg des SVA gestellt. „Zugelassen haben wir so gut wie gar nichts. Mit gefühlt 70 Prozent Ballbesitz haben wir dann den Gegner einfach nicht mehr ins Spiel kommen lassen und waren defensiv sehr stabil“, so Bachteler. Nach einer guten halben Stunde war dann Solveig Schlitter nur durch ein Foul im Strafraum zu stoppen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Mannschaftskapitänin Tamara Würstle souverän.

In der zweiten Halbzeit passierte dann nicht mehr viel. Einerseits spielte Alberweiler die Uhr mit der Drei-Tore-Führung im Rücken relativ souverän herunter. Andererseits stand Crailsheim in der zweiten Halbzeit deutlich besser und ließ weniger Räume. „Wir haben uns dann schon noch ein paar gute Situationen erspielt, aber sind dann nicht mehr weiter als bis zum 16er gekommen“, so die SVA-Trainerin.

In der Tabelle geht es eng zu

Richtig euphorisch klang Bachteler nach dem Spiel nicht. „Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Allerdings war das heute ein anderer Gegner als letzte Woche Würzburg, oder der Kommende“, sagte sie. Der Pflichtsieg beim Schlusslicht verhalf dem SVA zum Sprung auf Platz fünf. Allerdings geht es in der Tabelle der Regionalliga Süd auch sehr eng zu. Zwischen Platz zwei und dem ersten Abstiegsplatz liegen weniger Punkte als zwischen dem Tabellenführer Freiburg und dem Zweiten Frankfurt. Zum ersten Abstiegsrang hat der SVA nach wie vor nur vier Punkte Abstand. „Ein richtiges Polster konnten wir uns leider noch nicht erarbeiten“, so Bachteler.

An den letzten zwei Spieltagen der Hinrunde geht es für den SVA gegen den Zweiten und den Ersten. Bevor der SVA in zwei Wochen in Freiburg die Hinrunde abschließt, ist am kommenden Sonntag erst einmal Eintracht Frankfurt zu Gast (Anstoß: 14 Uhr). „Für mich ist Frankfurt eine der besten Mannschaften der Liga“, erklärt Bachteler. „Nicht nur, weil sie fußballerisch extrem stark sind und unter sehr professionellen Bedingungen trainieren können, sondern auch, weil sie sehr viel Erfahrung haben.“ Die Eintracht habe einige Spielerinnen in ihren Reihen, die schon in der Bundesliga waren. „Dafür muss jede Einzelne von uns noch mal ein paar Prozente im Vergleich zu heute drauflegen“, sagt die SVA-Trainerin. Aber nicht nur sportlich verspricht dieses Duell interessant zu werden. Im Kader der Eintracht steht auch die kosovarische Nationalspielerin Alberina Syla, die in der vergangenen Saison mit zehn Treffern noch die zweitbeste Torschützin des SV Alberweiler war.

TSV Crailsheim – SV Alberweiler 0:3 (0:3). SVA: Geiselhart - Schick, Hauler (66. Hagg), Enderle, Würstle (75. Frisch), Ellgass, Herle, Rapp (57. Jerg), Bucher (73. Meyer), Schlitter, Temaj. Tore: 0:1 Schlitter (1.), 0:2 Ellgass (7.), 0:3 Würstle (35./FE). SR: Franziska Vögele (Karlsruhe). Z.: 43.

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