Letztes Auswärtsspiel vor der Winterpause

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 Der SV Alberweiler (links Svenja Herle) fährt optimistisch zum nächsten Spiel beim 1. FC Nürnberg.
Der SV Alberweiler (links Svenja Herle) fährt optimistisch zum nächsten Spiel beim 1. FC Nürnberg. (Foto: Peter Herle)
Marc Kuschick

Seit nunmehr sieben Spielen, darunter sechs Siege, ist der SV Alberweiler in der Frauenfußball-Regionalliga Süd ungeschlagen. Nach dem starken Auftritt beim Tabellenführer in Freiburg kommt nun der dritte hoch professionalisierte Gegner am Stück auf die Mannschaft von Trainerin Chantal Bachteler zu. Das Team ist am Sonntag zu Gast beim 1. FC Nürnberg, der Anstoß erfolgt um 14 Uhr.

Ein nicht unbedingt zu erwartender Auswärtssieg in Freiburg ist ein guter Grund, um optimistisch zum nächsten Spiel zu fahren. „Der Sieg beim Tabellenführer hat uns schon nochmal ein bisschen Selbstbewusstsein mitgegeben“, so die SVA-Trainerin. „Es ist erstaunlich wie sehr am Boden geblieben und fokussiert die Mädels sind. Gerade bei einer so jungen Mannschaft kann das schon Mal einen kleinen Höhenflug auslösen. Aber das ist überhaupt nicht der Fall.“ Der Altersdurchschnitt beim SV Alberweiler beträgt nur knapp über 18 Jahre.

„Wir sehen auch, dass wir uns nicht so richtig gut das erwünschte Polster nach hinten verschaffen können“, sagt Bachteler. „Das tut mir auch für die Mädels echt Leid, denn sie werden für ihre harte Arbeit im Moment nicht so richtig belohnt. Aber es zeigt auch, wie brutal eng es in der Liga ist.“ Zwischen Platz zwei und Platz zehn liegen gerade Mal neun Punkte.

Letzte Niederlage Ende September

Seit sieben Partien hat der SVA nicht mehr verloren, zuletzt Ende September war dies mit 1:2 gegen den SC Sand II der Fall. Aber auch im Hinrundenspiel gegen den „Club“ aus Mittelfranken setzte es eine herbe 2:6-Niederlage auf eigenem Platz. Für Bachteler stellt sich die Situation für Sonntag jedoch anders dar. „Das war das erste Spiel und wir haben acht neue Spielerinnen aus der Jugend integrieren müssen. Das haben wir jetzt geschafft und ich denke auch, dass das Spiel nicht viel mit dem vom ersten Spieltag zu tun haben wird“, sagt sie. „Nichtsdestotrotz wissen wir natürlich um die extremen Stärken von Nürnberg.“

Einerseits kann der FCN von Trainingsbedingungen profitieren, die im Frauenfußball nur wenige Teams haben. Zum anderen gibt es da auch noch Lisa Ebert. „Sie hat uns im Hinspiel gezeigt, dass sie Spiele alleine entscheiden kann“, konstatiert Bachteler. Ebert erzielte damals drei Tore innerhalb von sechs Minuten.

„Wir wollen einfach weiterhin als Mannschaft geschlossen auftreten, so wie wir es die letzten Wochen getan haben“, sagt die SVA-Trainerin. „Aber das müssen wir auch. Wir müssen im Mannschaftsverbund spielen und auch Tugenden wie Kampf und Wille einbringen, um weiter mithalten zu können. Sobald wir damit aufhören, werden wir wieder verlieren.“

Für den SV Alberweiler sind noch drei Spiele bis zur Winterpause zu absolvieren. Es wird sich noch zeigen, in welcher Gefühlslage die Mannschaft Weihnachten verbringen wird. „Es kann ein tolles Weihnachtsfest werden, wenn wir uns vielleicht noch ein kleines Polster verschaffen können“, so Bachteler. „Es kann aber auch ganz schnell wieder anders sein. Wir müssen einfach bis zur Pause konzentriert weitermachen.“

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