Kunden legen mehr Geld an, Bank zufrieden

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Raiba-Vorstandsmitglied Gerhard Braig berichtete über die Pläne zur Einführung einer Vertreterversammlung.
Raiba-Vorstandsmitglied Gerhard Braig berichtete über die Pläne zur Einführung einer Vertreterversammlung. (Foto: Josef Aßfalg)
Josef Aßfalg

Die Raiffeisenbank Biberach schüttet für das Geschäftsjahr 2018 drei Prozent Dividende aus. Der Bank gehören 19 802 Mitglieder an. 84,8 Prozent der anwesenden Mitglieder bei der Generalversammlung haben der Einführung einer Vertreterversammlung und der damit verbundenen Satzungsänderung zugestimmt.

Die Erhöhung der Bilanzsumme um 5,7 Prozent auf 869,3 Millionen Euro habe die im Vorjahr prognostizierten Erwartungen übertroffen, berichtete Vorstandssprecher Gerolf Scherer. Sie sei im Wesentlichen auf die Erhöhung der Kundenkredite und auf den Anstieg der Kundeneinlagen zurückzuführen.

Mit einem Zuwachs von rund sechs Prozent erreichte das Gesamtkundenvolumen einen Stand von rund 1,8 Milliarden Euro. Das Eigenkapital wuchs um 2,7 Prozent auf 83,5 Millionen Euro und beträgt 9,6 Prozent der Bilanzsumme. „Sie liegt damit deutlich über den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen“, sagte Scherer. Die Entwicklung des erwirtschafteten versteuerten Eigenkapitals habe aber mit der überdurchschnittlichen Entwicklung des Geschäftsvolumens nicht Schritt gehalten.

Jahr noch zufriedenstellend

Zusammenfassend beurteilte er die Ertragslage der Bank für das abgelaufene Geschäftsjahr als noch zufriedenstellend. Die Zahl der Mitglieder habe sich mit 19 802 Bankteilhabern leicht reduziert, bekannte der Vorstand. „Wir konnten aber auch 195 neue Mitglieder dazu gewinnen“. Der Bilanzgewinn beträgt 933 390 Euro. Nach Zuweisung von 547 077 Euro in die Ergebnisrücklagen werden 386 312 als Dividende ausgeschüttet.

Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Müller berichtete über die Tätigkeit des Aufsichtsrats und über das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung des Verbandes. Das Geschäftsjahr 2018 war geprägt von steigenden Kundeneinlagen und einem Anstieg der Kredite. Bei einer geordneten Vermögenslage liege die Gesamtkapitalquote deutlich über den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen. Die Ertragslage der Bank war 2018 noch zufriedenstellend, sie lag jedoch deutlich unter den Vergleichswerten, so Müller aus dem Prüfungsbericht.

Vorsitzender Jürgen Thanner führte die Wahlen zum Aufsichtsrat durch. Die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Udo Hanser, Gebhard Müller, Gisela Frankenhauser, Peter Ott und Leonhard Heine wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Rund eine dreiviertel Stunde diskutierte die Versammlung, teilweise mit Redebeiträgen, die Unterhaltungscharakter hatten, über die Einführung einer Vertreterversammlung und der damit nötigen Verfassungsänderung. Je 100 Mitglieder soll ein Vertreter gewählt werden. Bei rund 20 000 Mitgliedern werden so 200 Vertreter gewählt. Damit sollen die Mitglieder der Genossenschaft im Geschäftsgebiet der Bank besser abgebildet werden, berichtete Vorstand Gerhard Braig. Eine breite Mehrheit der Mitglieder stimmten dafür. In den Wahlausschuss der Vertreterversammlung wurden Anton Ackermann, Hans Bimminger, Josef Bosshardt, Josef Frisch, Christoph Landthaler und Franz Ringeis, gewählt.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Brigitte Bertsch nahm die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates vor.

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