Der Kindergartenbau in Schemmerhofen geht voran. Die Einweihung ist im September geplant.
Der Kindergartenbau in Schemmerhofen geht voran. Die Einweihung ist im September geplant. (Foto: Michael MAder)
Michael Mader

Der Kindergarten Lindenstraße in Schemmerhofen soll wie geplant am 9. September offiziell seiner Bestimmung übergeben werden. Diesen Termin bestätigten in der jüngsten Gemeinderatssitzung der zuständige Landschaftsplaner Jürgen Beyrle und Schemmerhofens Bürgermeister Mario Glaser.

Nach Angaben von Beyrle ist der Rohbau der Kindergartens fertiggestellt. Dieser Bau wurde 2017 durch den Gemeinderat beschlossen und durch die Firma Activ-Immobilien umgesetzt. „Es geht jetzt in den kommenden Monaten um die sogenannten Nebenanlagen“, wie Beyrle erläuterte. Diese seien wichtig für die tägliche pädagogische Arbeit des Kindergartenpersonals. Dazu zählen die gesamte Außengestaltung, eine überdachte Terrasse, zwölf Stellplätze an der Nordseite des Kindergartens sowie die Tieferlegung des Gehwegs am Kindergarten um 40 Zentimeter, damit die Kinder gefahrlos den Kindergarten betreten und verlassen können. Zudem soll ein Behindertenstellplatz auf der Westseite des Gebäudes errichtet werden. Im Außenbereich muss aus Sicherheitsgründen und für den Notfall zudem ein asphaltierter Weg gebaut werden, damit Fahrzeuge einfahren können. „Asphalt und kein Beton-Pflaster deshalb, weil dieser Belag deutlich leiser ist“, führte Beyrle aus.

Der Außenspielbereich umfasst insgesamt 560 Quadratmeter Fläche und wird mit einer Rutsche, einem Klettergerüst, einer Schaukel, einem Sandkasten, einer Sitzarena sowie einem Kleinkindspielbereich ausgestattet. Dadurch sollen die Kinder Erkenntnisse über Pflanzen, Sand oder auch Wasser gewinnen und ausreichende Möglichkeiten haben, sich zu bewegen. Beyrle schlug die Beschattung des Sandkastens durch Sonnenschirme vor, weil ein Sonnensegel extrem schwierig für das Personal zu installieren und abzubauen sei. „Mit Sonnenschirmen sind wir zudem flexibler“, erklärte der Landschaftsplaner.

Diskussion um Apfelbäume

Ein Vorschlag Beyrles fand nicht die ungeteilte Zustimmung des Gemeinderats. Aufgrund von Wespen, die damit angelockt würden, sollte man auf das Pflanzen von vier Apfelbäumen verzichten. Insbesondere Gemeinderätin Gisela Frankenhauser wies auf diesen Umstand hin. „In privaten Gärten kann jeder machen, was er will, aber in einem öffentlichen Kindergarten sollte man das Risiko eines Wespenstichs nicht unnötig erhöhen.“ Sabine Moll, zuständig bei der Gemeinde für Kindereinrichtungen, berichtete aus ihrer Erfahrung, dass bislang Wespen noch nie Probleme gemacht hätten. Ihr sei jedenfalls kein Fall bekannt. Bürgermeister Mario Glaser kündigte an, diese Frage nochmals in Abstimmung mit Jürgen Beyrle zu klären und möglicherweise weniger Apfelbäume als geplant zu pflanzen.

Insgesamt freute sich Glaser darüber, dass der Neubau des Kindergartens zum einen im geplanten Zeitrahmen sei, aber vor allem auch die vorgesehen Kosten von 3,54 Millionen Euro eingehalten würden. Diese Mittel abzüglich der Zuschüsse von knapp 780 000 Euro seien bereits im Haushalt eingestellt. „Wir werden die Kosten nicht überziehen und das ist auch eine gute Nachricht“, stellte Glaser fest.

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