Ingerkinger müssen Trinkwasser abkochen

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Trinkwasser muss in Ingerkingen bis auf Weiteres abgekocht werden.
Trinkwasser muss in Ingerkingen bis auf Weiteres abgekocht werden. (Foto: dpa/Oliver Berg)
Schwäbische Zeitung

Das Gesundheitsamt hat bei einer Untersuchung Bakterien im Ingerkinger Trinkwasser festgestellt. Deshalb muss in Ingerkingen das Trinkwasser bis auf Weiteres abgekocht werden.

Laut Bürgermeister Mario Glaser ist nur Ingerkingen betroffen, die anderen Schemmerhofer Ortsteile nicht. Bei Untersuchungen der Wasserqualität hatte das Gesundheitsamt am Montag und am gestrigen Dienstag coliforme Keime im Ingerkinger Trinkwasser gefunden. Betroffen von der Verunreinigung ist nach Angaben von Hauptamtsleiter Alfons Link ein Teilbereich des Ortsnetzes Ingerkingen. „Es handelt sich um ein zunächst örtlich begrenztes Vorkommen. Die Wasserqualität, die in das Ortsnetz Ingerkingen eingespeist wird, ist unbelastet“, teilte er mit.

Das Gesundheitsamt hat wegen der Keimbelastung angeordnet, dass in Ingerkingen das Trinkwasser nur zum Trinken, Kochen oder Reinigen von Milchgeschirr verwendet werden darf, wenn es vorher drei Minuten abgekocht wurde. „Ansonsten sollte auf Trinkwasser aus dem Lebensmittelhandel zurückgegriffen werden“, so die Behörde. Mit diesen Maßnahmen sollen „wasserbedingte Infektionskrankheiten“ vermieden werden.

Die Ursachen der Wasserverunreinigung sind bisher noch nicht bekannt. „Wir wissen momentan nicht, ob es an der Leitung liegt oder ob eine Verunreinigung von außen vorliegt“, sagte Bürgermeister Mario Glaser. Die Gemeinde werde aber umgehend die Ursache ermitteln und notwendige Schritte zur Entkeimung des Trinkwassers einleiten. Geplant sei, das Wasser zu chloren, sagte Glaser der SZ. Wie lange gechlort werden müsse, lasse sich derzeit nicht sagen.

Die Verwaltung hat gestern den Kindergarten, die Schule und die Schule St. Franziskus informiert und auf ihrer Homepage aktuell über das Problem berichtet. Außerdem ließ die Gemeinde Handzettel in Ingerkingen verteilen.

„Ich hoffe, wir bekommen das Problem schnell in den Griff“, sagte der Bürgermeister.

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