Grundlagen für Kindergarten gelegt

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Die Planung des Schemmerhofener Kindergartens in der Lindenstraße: Im Frühsommer ist der Baubeginn geplant.
Die Planung des Schemmerhofener Kindergartens in der Lindenstraße: Im Frühsommer ist der Baubeginn geplant. (Foto: Architekturbüro Obermaier und Traub)

Die rechtlichen und finanziellen Grundlagen für den Bau des neuen Kindergartens in Schemmerhofen sind gelegt: Der Schemmerhofer Gemeinderat hat sich einstimmig für einem Vertrag mit der Firma Activ-Immobilien ausgesprochen. Nach der Fertigstellung wird die Gemeinde die Einrichtung zum Festpreis von 2,96 Millionen Euro von der Firma abkaufen.

Mit dem Modell betritt die Gemeinde Neuland: Die Schemmerhofer Firma Activ-Immobilien, die auch das Wohngebiet an der Lindenstraße erschließt und vermarktet, baut die benachbarte Kindertagesstätte und will diese schlüsselfertig an die Gemeinde übergeben (SZ berichtete). Die Vertragsbedingungen dafür hat die Gemeinde jetzt mit der Firma ausgehandelt. Christian Neudeck von der Activ-Group erklärte im Rat: „Wir freuen uns, dass wir den Kindergarten im Mischgebiet bauen dürfen.“ Das komme gerade bei den Bewohnern im Wohnpark Lindenstraße gut an. „Vor allem die jungen Familien finden es toll, dass sie den Kindergarten vor dem Haus haben“, sagte Neudeck und betonte, der Bau soll rasch beginnen. „Wir sind guter Dinge, dass wir in den kommenden Wochen die Baugenehmigung erhalten werden.“ Baubeginn ist dann für Anfang Juni dieses Jahres geplant, Ende Juli 2019 soll der Bau fertig sein.

Für die Gemeinde ist der Bau der Kindertagesstätte mit Gesamtkosten von etwa 3,5 Millionen Euro nach der Sanierung und Erweiterung der Mühlbachschule das zweitgrößte Bauprojekt der kommenden Jahre. Von den Kosten entfallen nun 2,76 Millionen auf den Neubau und 200 000 Euro auf das Grundstück, wie Bürgermeister Mario Glaser im Rat bekanntgegeben hat. Rund eine halbe Million Euro will die Gemeinde in die Außenanlagen und Spielgeräte investieren.

Förderungen erhält Schemmerhofen in Höhe von bis zu 800 000 Euro, davon fließen 496 000 Euro aus einer Fachförderung des Regierungspräsidiums Tübingen, die im März bewilligt wurde. Zudem hofft die Gemeinde auf Unterstützung aus dem Ausgleichsstock des Landes. Die Entscheidung darüber fällt allerdings erst im Mai.

Bei der Vorstellung der Räume widersprach Bürgermeister Mario Glaser dem Eindruck einzelner Gemeinderäte, der Bau sei unterdimensioniert: „Wir bauen hier kein Übermaß, aber bewegen uns satt in den Vorgaben“, sagte Glaser. Auch das Landesjugendamt habe dem Bau nun ohne Einwände zugestimmt.

Bei den Familien jedenfalls kommt der zukünftige Kindergarten offenbar bereits gut an: Die ersten Anmeldungen sind bereits eingegangen, sieben an der Zahl, berichtete Hauptamtsleiter Alfons Link und Bürgermeister Mario Glaser fügte hinzu: „Anmeldungen, von Kindern, die teilweise noch nicht mal auf der Welt sind.“

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