Christoph Rapp hält auf dem Siegerpodest beim Bundeswettbewerb des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes die Goldmedaille in
Christoph Rapp hält auf dem Siegerpodest beim Bundeswettbewerb des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes die Goldmedaille in Händen. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Der 19-jährige Christoph Rapp aus Schemmerhofen ist deutscher Meister der Maurer. Der Neu-Geselle errang beim Bundeswettbewerb des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes die Goldmedaille bei den Maurern.

Er qualifizierte sich damit für die Europameisterschaft der Handwerker (Euro-Skills), teilt die Bauinnung Ulm-Biberach mit. „Die Konkurrenz aus dem Norden war bisher extrem stark. Daher freue ich mich umso mehr, dass ich gewonnen habe“, sagte Christoph Rapp sichtlich erfreut. Mit ihm freuten sich die Vertreter seines Ausbildungsbetriebs Grimm Bauen & Verputzen in Maselheim, der Bauinnung, seine Lehrer an der Karl-Arnold-Schule in Biberach und am Überbetrieblichen Ausbildungszentrum (ABZ) in Sigmaringen – und natürlich alle in der elterlichen Baufirma Rapp in Schemmerhofen.

Das Maurerhandwerk liegt dem 19-Jährigen quasi im Blut. Sein Vater und sein Onkel sind ebenfalls vom Fach. Der Onkel war früher als Bauleiter bei der Firma Grimm. „Da haben wir uns natürlich sehr gefreut, als Christoph dann 2013 eine Maurerausbildung bei uns begann“, sagt Paul Grimm. „Neben dem Talent, das Christoph offensichtlich hat, spielen sein Engagement und seine Zuverlässigkeit eine Rolle“, ergänzt Werner Grimm.

Bei dem Wettbewerb im Mölln (Schleswig-Holstein) traten insgesamt 60 Kammer- und Landessieger in verschiedenen Berufen gegeneinander an. Die Maurer mussten aus Klinkermauerziegeln in diverser Farbgebung und auf unterschiedlichen Mauerwerksebenen zwei Motive abbilden. Dabei kam es vor allem auf Präzision und Maßgenauigkeit an, teilt der Zentralverband des Baugewerbes mit.

Bei einem spontan organisierten Empfang gratulierten zahlreiche Vertreter des Handwerks und der Politik sowie weitere Wegbegleiter dem frischgebackenen Goldmedaillengewinner. Der Innungsobermeister Erwin Fensterle sagte: „Du hast während deiner Ausbildung zum Maurer immer mit sehr guten Noten geglänzt und vor allem mit deiner Bereitschaft zuzuhören, Tipps anzunehmen, dein Wissen und deinen Horizont zu erweitern, Arbeit zu sehen und sie auch zu tun.“

Der engagierte Geselle Christoph Rapp will auf diesem Weg offenbar weitergehen: „Mein Ziel ist es, den Maurermeister und staatlich geprüften Techniker zu machen, um dann mittelfristig im Betrieb meines Vaters und Onkels einzusteigen.“ Das Preisgeld in Höhe von 2000 Euro investiere er „auf jeden Fall“ in meine weitere Bildung, wird der 19-Jährige in einer Innungsmitteilung zitiert. „Als Bundessieger darf ich mich außerdem um ein Stipendium über 6000 Euro bewerben. Vielleicht habe ich da ja noch mal Erfolg.“

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