Auftritt beim Klassenprimus

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 Der SV Alberweiler (hinten Vera Ellgass) beschließt mit dem Spiel beim SC Freiburg II die Hinrunde.
Der SV Alberweiler (hinten Vera Ellgass) beschließt mit dem Spiel beim SC Freiburg II die Hinrunde. (Foto: Peter Herle)
Marc Kuschick

Seit nunmehr sechs Spielen ist der SV Alberweiler in der Frauenfußball-Regionalliga Süd ungeschlagen und konnte in dieser Zeit 16 Punkte erzielen. Nun aber geht es gegen die wohl beste Mannschaft der Liga: den SC Freiburg II. Nach dem überzeugenden Heimauftritt gegen die Frankfurter Eintracht beschließt das Team von Trainerin Chantal Bachteler die Hinrunde am Sonntag nun auswärts. Der Anstoß in Freiburg erfolgt um 14 Uhr.

Der Sportclub aus dem Breisgau ist in dieser Saison die absolut dominante Mannschaft in der Regionalliga Süd. Mit sechs Punkten Vorsprung auf Platz zwei führen die Freiburgerinnen die Staffel an und haben bislang nur insgesamt fünf Punkte liegen lassen. „Sie sind mit Abstand das stärkste Team in der Liga“, meint auch SVA-Cheftrainerin Bachteler. „Sie sind klar der Favorit und wir haben dort absolut nichts zu verlieren. Darum wollen wir einfach selbstbewusst auftreten und zeigen, was wir können.“ Genug Grund, selbstbewusst zu sein, hat der SVA jedenfalls. 16 Punkte aus den letzten sechs Spielen sprechen eine klare Sprache. Auch die starke Leistung gegen Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende spricht dafür, auch wenn der Gegner nochmal eine Hausnummer größer ist.

„Der Kader ist gespickt mit sehr guten Jugendspielerinnen, wie bei uns auch“, sagt Bachteler. „Aber dazu kommen noch einige Spielerinnen, die öfter mal mit der Bundesligamannschaft trainieren, beziehungsweise schon einige Spiele dort absolviert haben und nun einfach leistungs- und altersbedingt in die zweite Reihe gerutscht sind.“ Des Weiteren spielt die erste Mannschaft des SC Freiburg bereits am Samstag im DFB-Pokal gegen Turbine Potsdam. „Es ist also gut möglich, dass einige Spielerinnen, die dort nicht zum Einsatz kamen, dann gegen uns auflaufen“, so Bachteler.

Jens Scheuer, der Trainer der ersten Frauenmannschaft in Freiburg, hat im Sommer den Verein verlassen, um nun bei den Frauen des FC Bayern an der Seitenlinie zu stehen. Aber auch die zweite Mannschaft hat mit Malte-Enno Herbers einen neuen Coach. „Zwischen den beiden Neuen herrscht ein reger Austausch“, so Bachteler. „Man kann die Mannschaft nicht mehr mit der von letzter Saison vergleichen.“ Aber auch bereits in der Vorsaison gab es beim Auswärtsspiel in Freiburg für den SVA eine Niederlage.

„Unser Plan ist es, ähnlich wie gegen Frankfurt, defensiv gut zu stehen und nichts zuzulassen. Wenn wir Freiburg nicht in ihr gewohntes Spiel kommen lassen, ist das, denke ich, schon mal die halbe Miete“, erklärt die SVA-Trainerin. Neben den beiden Langzeitverletzten Selina Gaus und Ecem Cumert sind für Sonntag auch Annika Enderle und Kapitänin Tamara Würstle noch fraglich: „Beide konnten unter der Woche kaum oder gar nicht trainieren. Da müssen wir noch abwarten, aber ich glaube, dass unser Kader breit und gut genug ist.“

Mit einem Punkt wäre Bachteler sehr zufrieden: „Auf jeden Fall, aber wir müssen vor allem in den Spielen danach noch punkten. Es sind noch vier Spiele bis zur Winterpause und wir wollen uns noch ein Polster nach hinten anfressen.“

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